Ein Fächer aus vielen kleinen Blättchen
Die Wedel verzweigen sich zu einer flachen, annähernd hufeisenförmigen Fläche. Viele kleine Fiederblättchen sitzen an den einzelnen Zweigen; die dunklen Stiele heben das Grün hervor. Junge Wedel können rosa bis rötlich austreiben, bevor sie sich entfalten.
Etwa 40 cm Höhe sind für die Planung ein Anhaltspunkt, aber keine feste Obergrenze: Einzelne Pflanzen können deutlich höher werden. Langsam kriechende Rhizome – waagerechte Sprossachsen am oder im Boden – erweitern den Bestand nach und nach.
Als Gestaltungsidee passen die feinen Wedel neben die großen Blätter von Funkien. Beide müssen am gewählten Platz ausreichend Feuchtigkeit finden; der Farn braucht zudem Raum, damit sein Fächer sichtbar bleibt.
Schatten allein reicht dem Pfauenradfarn nicht
Halbschatten bis Schatten und humusreicher, durchlässiger Boden passen zum Pfauenradfarn. Die Erde soll frisch bis feucht sein, Wasser aber abziehen können. Ein schattiger Platz unter Gehölzen erfüllt diese Bedingungen nicht automatisch: Dort kann der Boden im Sommer trocken werden.
Ein zwingend saurer Boden ist keine Voraussetzung. Für die Gartenkultur ist eine breite Spanne der Bodenreaktion beschrieben. Daraus folgt weder die Notwendigkeit, den Boden vorsorglich anzusäuern, noch eine pauschale Empfehlung zum Kalken.
Braune Sommerwedel geben Anlass zur Standortprüfung
Hitze, trockener Boden und zu viel Sonne können die Wedel vorzeitig braun werden lassen. Prüfe deshalb zunächst die Feuchtigkeit im Wurzelbereich und die Besonnung, statt braunes Laub automatisch als Krankheit zu behandeln. Ein einzelnes Symptom reicht nicht für eine sichere Diagnose.
Auf sandigem Boden hilft gut verrotteter Kompost, Wasser besser zu halten. Besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung auf ausreichende Feuchtigkeit achten; auch später während trockener Phasen nach Bedarf gießen. Eine Kompostgabe im Frühjahr versorgt Gartenfarne meist ausreichend. Zusätzlichen Dünger nur bei nährstoffarmen Böden erwägen.
Winterhart, aber ohne grüne Winterwedel
Adiantum pedatum ist sommergrün: Die Wedel sterben zur Winterruhe ab. Das ist vom vorzeitigen Braunwerden während sommerlicher Trockenheit zu unterscheiden. Die ausgepflanzte Art ist auch unter nordeuropäischen Bedingungen winterhart. Winterhärte bedeutet bei diesem Farn also nicht, dass die Wedel grün bleiben.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Störende alte oder beschädigte Wedel lassen sich vor dem neuen Austrieb im Frühjahr entfernen. Dabei die bereits entstehenden jungen Wedel schonen.
Ein Rhizomstück kann zum neuen Pfauenrad werden
Wer den Farn vermehren möchte, kann einen ausreichend entwickelten Bestand im Frühjahr teilen. Ein Teilstück braucht Wurzeln und mindestens eine Wachstumsknospe; es anschließend wieder feucht und schattig halten. Teilung dient hier der Vermehrung und ist keine vorgeschriebene jährliche Verjüngung.
Der Pfauenradfarn bildet außerdem Sporen. Blüten oder Samen sind bei ihm nicht zu erwarten. Für eine Vermehrung im Garten ist die Teilung der übersichtlichere Weg; Sporenanzucht verlangt mehr Geduld.
Ein grüner Fächer verrät noch nicht die Art
Adiantum pedatum L. gehört zu den Frauenhaarfarnen der Familie Pteridaceae. Natürliche Vorkommen liegen in Teilen Nordamerikas und Asiens. Dieses Porträt behandelt die Art, keine bestimmte Sorte.
Der ähnliche Adiantum aleuticum wird als eigene Art geführt. Die Unterschiede sind fein; allein die fächerartige Wedelform ist kein sicherer Bestimmungsschlüssel. Beim Kauf auf die botanische Bezeichnung achten und Angaben zu Zwergformen nicht auf einen unbenannten Pfauenradfarn übertragen.
Häufige Fragen zum Pfauenradfarn
Sind braune Linien an den Blättchenrändern ein Schaden?
Regelmäßig angeordnete Sporenlager unter umgeschlagenen Blättchenrändern gehören zur Fortpflanzung. Großflächig vertrocknendes Gewebe ist etwas anderes. Nicht jede braune Stelle lässt sich deshalb als Sporenlager erklären.
Was tun, wenn junge Wedel angefressen werden?
Zunächst nach dem Verursacher suchen. Schnecken können junge Farnwedel fressen; der Pfauenradfarn sollte nicht pauschal als schneckenfest gelten. Fraßspuren allein beweisen aber keinen Schneckenbefall.
