Über der grünen Rosette stehen schmale Sporenwedel
Die breiteren, ledrigen Wedel bilden eine bodennahe, bogig ausgebreitete Rosette. Sie bleiben grün über den Winter und prägen die Pflanze auch dann, wenn die aufrechten Wedel fehlen. Diese Grundwedel sind steril: Sie tragen keine Sporen.
Die fruchtbaren Wedel wachsen aus der Mitte aufwärts. Ihre schmalen Blattabschnitte lassen sie wie feine Rippen wirken. An ihnen entstehen die Sporen, mit denen sich der Farn vermehrt; Blüten bildet er nicht. Die Sporenwedel sind kürzerlebig als die grüne Rosette und werden im Lauf ihrer Alterung braun. Einzelne alte Sporenwedel sind deshalb noch kein Zeichen dafür, dass die ganze Pflanze leidet.
Kühler Schatten und feuchte Luft gehören zusammen
Der Rippenfarn braucht einen frischen bis feuchten, lockeren und humusreichen Boden, der kalkarm bis sauer ist. Ein schattiger Platz allein reicht ihm auf Dauer nicht, wenn die Erde regelmäßig austrocknet oder sich zwischen aufgeheizten Flächen trockene Luft hält.
Günstig sind geschützte Gartenbereiche mit Waldcharakter, etwa ein passender Gehölzrand oder ein schattiges Beet mit saurem Humusboden. Dort sollte die Erde feucht bleiben, ohne dass der Pflanzplatz dauerhaft unter Wasser steht. In trockenen Phasen lohnt sich die Kontrolle der Bodenfeuchte; eine feste Gießmenge passt nicht zu allen Böden und Wetterlagen.
Einzelne Rosetten setzen Akzente zwischen feuchten Steinen
Mit etwa 50 Zentimetern Breite lässt sich Blechnum spicant einzeln oder in kleinen Gruppen verwenden. Als Richtwert für eine flächige Pflanzung dienen acht Pflanzen pro Quadratmeter. Seine kurzen Ausläufer erlauben eine allmähliche Erweiterung; einen rasch vordringenden Teppich sollte man von ihm nicht erwarten.
Zwischen moosigen Steinen kommt der Gegensatz aus flacher Rosette und aufrechten Wedeln gut zur Geltung. Eine Steinanlage eignet sich hier nur, wenn sie kühl, schattig und ausreichend feucht ist. Ein sonniger, trockener Steingarten bietet dem Rippenfarn nicht die passenden Bedingungen.
Die grüne Rosette bleibt, beschädigte Wedel dürfen gehen
Abgestorbene oder beschädigte Wedel lassen sich bei Bedarf entfernen. Ein regelmäßiger vollständiger Rückschnitt ist nicht nötig; gesunde grüne Wedel bleiben an der Pflanze. Werden dagegen größere Teile der Grundrosette braun oder welk, sollte man die Bodenfeuchte und den Standort prüfen, statt das als normale Alterung der Sporenwedel abzutun.
Wer den Rippenfarn vermehren möchte, kann ihn im Frühjahr teilen. Die Teilung ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine vorgeschriebene Verjüngung in festen Abständen. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussaat von Sporen von Mitte bis Ende des Sommers. Die daraus entstehenden Pflanzen können voneinander abweichen.
Häufige Fragen zum Rippenfarn
Warum bildet mein Rippenfarn keine aufrechten Sporenwedel?
Trockenheit oder starker Wurzeldruck benachbarter Pflanzen können dazu führen, dass die Sporenwedel ausbleiben. Prüfe deshalb, ob der Boden im Wurzelbereich tatsächlich frisch bis feucht bleibt und ob der Farn unter starker Konkurrenz steht. Fehlende Sporenwedel allein erlauben jedoch keine eindeutige Diagnose.
Muss ich den Rippenfarn vorsorglich vor Schnecken schützen?
Eine vorbeugende Bekämpfung lässt sich für den Rippenfarn nicht pauschal begründen. Schneckenfraß gilt bei ihm nicht als typisches Problem, eine Garantie gegen Fraßschäden ist das aber nicht. Die Situation kann je nach Garten und Jahr abweichen; maßgeblich sind tatsächlich beobachtete Schäden.
