Zum Artikel
Frag den Gärtner
← Zurück zum Pflanzenprofil

Pflanzenwissen

Cheilanthes lanosa: Silbrige Härchen auf graugrünen Wedeln

Feine, silbrig wirkende Härchen geben den graugrünen Wedeln von Cheilanthes lanosa ihren besonderen Reiz. Der kleine Lippenfarn passt in sonnige bis halbschattige Steingärten und Fugen. Entscheidend für seine Kultur ist ein Boden, aus dem Wasser sehr gut abfließt – besonders während des Winters.

In diesem Artikel

Ein kleiner Farn mit wolliger Oberfläche

Cheilanthes lanosa wird etwa 20 Zentimeter hoch. Seine gegliederten Wedel sind fein behaart und sitzen auf braunen Stielen. Der mehrjährige Farn stammt aus Nordamerika und besiedelt dort unter anderem felsige Standorte.

Blüten bildet er nicht. Seine Wirkung entsteht aus den Wedeln, deren feine Gliederung zwischen Steinen gut zur Geltung kommt.

Zwischen Steinen zählt der Wasserabzug

Geeignet sind sonnige und halbschattige Plätze mit trockenem bis frischem Boden. Für volle Sonne ist eine stark durchlässige, kiesige und zugleich humose Erde wichtig. Frisch bedeutet hier eine leichte Bodenfeuchte, ohne dass sich Wasser staut.

Steingärten, geeignete Fugen und Pflanzgefäße bieten Möglichkeiten, den kleinen Farn einzusetzen. Entscheidend ist, dass überschüssiges Wasser im Wurzelbereich abfließen kann. Für flächige Pflanzungen dienen 15 Pflanzen je Quadratmeter als Richtwert.

Wenn sich die Wedel bei Trockenheit einrollen

Bei Trockenheit können Wedel eintrocknen und sich einrollen. Nach erneuter Feuchtegabe können sie sich erholen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Farn jede Trockenphase unbeschadet übersteht.

Gerade in voller Sonne kann zusätzliches Wässern nötig sein. Rollen sich Wedel ein, lohnt deshalb zuerst eine Prüfung der Bodenfeuchte. Bei Bedarf gießen und zugleich darauf achten, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Winterregen setzt dem Lippenfarn zu

Vor Winterregen und anhaltender Winternässe braucht der Lippenfarn Schutz. Ein regengeschützter Platz und sehr guter Wasserabzug sind daher wichtige Voraussetzungen für die Überwinterung.

Unter Glas braucht er Luft und Licht

Eine Kultur unter Glas ist ebenfalls möglich. Dort sind viel Licht, gute Belüftung und geringe Luftfeuchte wichtig. Bei Kultur unter Glas ist Pilzwurzelfäule als mögliches Problem zu beachten.

Die Rhizome möglichst ungestört lassen

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Eine Teilung ist im Frühjahr möglich, sollte aber nur bei Bedarf erwogen werden: Die Rhizome, also die kriechenden Sprossachsen des Farns, reagieren empfindlich auf Störungen.

Häufige Fragen zu Cheilanthes lanosa

Warum heißt die Pflanze Lippenfarn?

Bei sporenbildenden Wedeln biegen sich die Blattränder zur Unterseite um und schützen dort die Sporenbehälter. Diese Randstruktur gab dem Lippenfarn seinen Namen. Als Farn vermehrt er sich über Sporen, nicht über Samen.

Sind Myriopteris lanosa und Hemionitis lanosa andere Pflanzen?

Diese Namen werden für dieselbe Art verwendet, die auch als Cheilanthes lanosa bekannt ist. Sie gehen auf unterschiedliche botanische Einordnungen zurück. Beim Vergleichen von Pflanzenangeboten helfen die Namensvarianten, denselben Farn wiederzuerkennen.

Mehr als ein Pflanzenartikel

Wissen ist der beste Dünger.

Im Pflanzenatlas kannst du Pflanzen vergleichen. Im Blütenkalender stellst du ihre Blütezeiten ohne Konto oder Beetprojekt gegenüber.

Unser Pflanzenatlas

Entdecke 3.673 Pflanzenprofile und filtere nach Standort, Wuchs, Blüte, Farbe, Verwendung, Pflege und Winterhärte.

Pflanzenatlas öffnen →

Blütenkalender

Vergleiche Blütezeiten, kombiniere passende Pflanzen und erkenne Lücken im Jahresverlauf.

Blütenkalender öffnen →
Zur Startseite von Frag den Gärtner →

Mehr zur Pflanze erfahren

Im Pflanzenprofil findest du die vorhandenen Angaben zu Standort, Blütezeit, Wuchs, Verwendung und weiteren Merkmalen.

← Zurück zum Pflanzenprofil