Sichelförmige Fiedern geben dem Horst Kontur
An den Wedeln sitzen deutlich erkennbare, sichelförmige Fiederblättchen. Ihr kräftiger Umriss wirkt anders als sehr fein zerteiltes Farnlaub. Cyrtomium fortunei stammt aus Asien und wächst horstig: Die Wedel entspringen gebündelt an der Pflanzenbasis.
Der Horst wird etwa 60 cm breit. Für eine flächige Pflanzung lassen sich sechs Pflanzen pro Quadratmeter einplanen. Seine Wirkung beruht auf dem grünen Laub, nicht auf einer Blüte. Die Wedel können auch als Schnittgrün verwendet werden.
Im Schatten feucht, aber nicht vernässt
Halbschatten oder Schatten und ein mäßig saurer Boden passen zum Sichelfarn. Unter Gehölzen oder an deren Rand sollte der Boden humos und frisch bis feucht bleiben. Ein schattiger Platz allein reicht nicht, wenn die Erde dort regelmäßig austrocknet.
Ebenso wichtig ist der Wasserabzug. Anhaltende Staunässe, besonders im Winter, begünstigt Wurzelfäule. Beim Gießen zählt deshalb der Zustand des Bodens: Feuchtigkeit erhalten, ohne den Wurzelbereich dauerhaft zu vernässen. Starke Sonne kann die Wedel ausbleichen; ein Platz abseits der Mittagssonne ist günstiger.
Wintergrün braucht einen geschützten Platz
Die Wedel können das Schattenbeet bis in den Winter prägen. Wintergrün bedeutet jedoch nicht, dass sie jeden Frost unbeschädigt überstehen. Frost und Wintersonne können das Laub beeinträchtigen; in rauen Lagen ist die Freilandkultur unsicher.
Für die Pflanzung sind deshalb wintermilde oder besonders geschützte Gartenstellen günstiger als offene, kalte Plätze. Auch dort bleibt gut durchlässiger Boden wichtig. Eine bestimmte Frosttemperatur lässt sich nicht als allgemeine Belastungsgrenze für jede Pflanze und jeden Standort nennen.
Alte Wedel entfernen, bevor sich neue entrollen
Abgestorbene oder unansehnliche Wedel werden bei Bedarf im Frühjahr dicht an der Basis entfernt, bevor sich die neuen Wedel entrollen. Dabei den jungen Austrieb schonen. Ein pauschaler Rückschnitt aller gesunden Wedel ist daraus nicht abzuleiten.
Als Farn bildet Cyrtomium fortunei keine Blüten. Blütenausputzen oder ein Rückschnitt zur Förderung einer Nachblüte gehören daher nicht zu seiner Pflege. Möglich sind dagegen Schildläuse, Wurzelfäule und pilzliche Blattflecken. Eine Verfärbung allein verrät noch nicht ihre Ursache; Wedel und Bodenverhältnisse sollten gemeinsam betrachtet werden.
Häufige Fragen zu Cyrtomium fortunei
Kann der Sichelfarn im Kübel wachsen?
Ja, ein größeres Gefäß an einem schattigen oder absonnigen Platz kommt infrage. Für die Überwinterung sollte es hell und weitgehend frostfrei stehen. Der Wurzelballen darf dabei nicht austrocknen; ein nasser, schlecht entwässerter Topf ist ebenfalls ungeeignet.
Sind Punkte auf der Wedelunterseite immer ein Schaden?
Nein. Sichelfarne bilden auf der Unterseite ihrer Wedel Sporenlager, über die sie sich vermehren. Solche Strukturen können also zum normalen Farnwachstum gehören. Das ist aber keine pauschale Entwarnung für beliebige Flecken oder Beläge: Auch Schildläuse und Blattkrankheiten sind möglich und müssen im konkreten Fall unterschieden werden.
