Zum Artikel
Frag den Gärtner
← Zurück zum Pflanzenprofil

Pflanzenwissen

Cystopteris bulbifera: Nachwuchs unter den Wedeln

Beim Bulbenfarn lohnt der Blick auf die Blattunterseite: Dort können kleine grüne Brutknöllchen heranwachsen, aus denen neue Farne entstehen. Cystopteris bulbifera verbindet diese besondere Vermehrung mit fein geteilten Wedeln. Ein geschützter, feuchter Platz im Halbschatten lässt beides zur Geltung kommen.

In diesem Artikel

Aus grünen Knöllchen werden kleine Farne

Die Brutknöllchen sitzen auf der Unterseite der Wedel, unter anderem entlang ihrer Mittelachse. Wenn sie reif sind, lösen sie sich und fallen ab. Treffen sie auf geeignete feuchte Bedingungen, können daraus neue Pflanzen wachsen. Es handelt sich um vegetative Vermehrung: Der Nachwuchs entsteht aus Pflanzenteilen, nicht aus Samen.

Zusätzlich bildet Cystopteris bulbifera Sporen. Blüten und Früchte entstehen dagegen nicht. Die Knöllchen sind deshalb auch keine Beeren, obwohl sie auf den ersten Blick so wirken können. Wer den Farn vermehren möchte, kann reife Brutknöllchen im Spätsommer gezielt an einen geeigneten feuchten Standort setzen.

Feine Wedel öffnen sich zum flachen Trichter

Der aus Nordamerika stammende Farn wird 30–60 cm hoch. Seine fein geteilten grünen Wedel sind unten breiter und laufen in eine lange, schmale Spitze aus. Sie bilden einen horstigen, breit trichterförmigen und eher flachen Wuchs.

Für den einzelnen Horst sind etwa 15 cm Wuchsbreite anzusetzen. Diese Angabe begrenzt jedoch nicht die Fläche eines Bestands, der durch Nachwuchs aus Brutknöllchen wachsen kann. Der Bulbenfarn lässt sich einzeln betrachten oder in Gruppen verwenden, etwa im Beet oder am Gehölzrand.

Feuchte halten, austrocknenden Wind fernhalten

Geeignet ist ein humusreicher, nicht zu kalkreicher Boden, der gleichmäßig feucht bleibt und überschüssiges Wasser abziehen lässt. Halbschatten bis Schatten und ein vor kaltem, austrocknendem Wind geschützter Platz passen zu dieser Art.

Auch eine Pflanzung auf einer Freifläche braucht Schutz vor starker Sonne und Austrocknung. Ein heißer, trockener Steingarten passt daher nicht zu seinen Ansprüchen. Beim Gießen ist gleichmäßige Bodenfeuchte das Ziel, nicht ein dauerhaft vernässter Wurzelbereich.

Dem Nachwuchs Platz geben oder ihn begrenzen

Wo die Brutknöllchen günstige Bedingungen finden, können neben dem ursprünglichen Horst weitere Farne auftauchen. Wenn die Pflanzung überschaubar bleiben soll, lohnt es sich deshalb, auf junge Pflanzen im Umfeld zu achten. Unerwünschten Nachwuchs kannst du gezielt aufnehmen; wer eine Gruppe aufbauen möchte, lässt passende Jungpflanzen stehen.

Abgestorbene Wedel lassen sich im Herbst bei Bedarf entfernen. Ein Ausputzen verblühter Stängel oder ein Schnitt zur Förderung einer zweiten Blüte entfällt bei diesem Farn.

Häufige Fragen zu Cystopteris bulbifera

Kann ich den Bulbenfarn auch ohne Brutknöllchen vermehren?

Ja, zur Vermehrung kannst du den Horst im Frühjahr teilen. Das ist eine optionale Alternative zur Nutzung reifer Brutknöllchen.

Bleibt Cystopteris bulbifera im Winter grün?

Nein, der Bulbenfarn ist sommergrün und verliert seine Wedel. Für eine Pflanzung, die auch im Winter eine grüne Blattdecke bilden soll, ist er deshalb nicht die passende Wahl.

Mehr als ein Pflanzenartikel

Wissen ist der beste Dünger.

Im Pflanzenatlas kannst du Pflanzen vergleichen. Im Blütenkalender stellst du ihre Blütezeiten ohne Konto oder Beetprojekt gegenüber.

Unser Pflanzenatlas

Entdecke 3.673 Pflanzenprofile und filtere nach Standort, Wuchs, Blüte, Farbe, Verwendung, Pflege und Winterhärte.

Pflanzenatlas öffnen →

Blütenkalender

Vergleiche Blütezeiten, kombiniere passende Pflanzen und erkenne Lücken im Jahresverlauf.

Blütenkalender öffnen →
Zur Startseite von Frag den Gärtner →

Mehr zur Pflanze erfahren

Im Pflanzenprofil findest du die vorhandenen Angaben zu Standort, Blütezeit, Wuchs, Verwendung und weiteren Merkmalen.

← Zurück zum Pflanzenprofil