Erst die Rosette, dann die gelben Blütentrauben
Anfangs liegen die Blätter als Rosette dicht über dem Boden. Sie sind tief geteilt und besitzen einen auffallend großen Endabschnitt. Später wachsen die Blütentriebe darüber hinaus. Die vier gelben Kronblätter jeder Einzelblüte zeigen die typische Kreuzform; nach der Blüte entstehen schlanke Schoten.
Das immergrüne Laub macht die Pflanze auch außerhalb der Blütezeit sichtbar. Die Winterhärte ist sehr gut. Als zusätzlichen Winterschutz kannst du die Pflanzen abdecken.
Am hellen Gehölzrand zählt auch die Bodenfeuchte
Barbarakraut ist in Mitteleuropa heimisch. Im Garten eignet es sich für Freiflächen und helle Gehölzränder, einzeln oder in Gruppen. Offene Stellen geben auch den späteren Sämlingen Raum; zwischen dicht geschlossenen, kräftig wachsenden Nachbarn können sie sich schwerer behaupten.
Der passende Standort reicht von trocken bis frisch. Frischer Boden enthält ausreichend Feuchtigkeit, ohne ständig nass zu sein. Halte die Erde feucht und gieße besonders bei Trockenheit regelmäßig. Eine Düngung ist nicht erforderlich.
Aus Schoten wächst die nächste Generation
Barbarakraut wächst horstig und kann sich durch Selbstaussaat erhalten. Das erklärt, warum ein Bestand länger bestehen kann als eine einzelne Pflanze. Wenn Nachfolgepflanzen erwünscht sind, bleiben nach der Blüte einige Samenstände stehen, bis sie ausgereift sind und sich versamt haben.
Bienen und Schmetterlinge besuchen die Blüten. Danach lohnt es sich, gezielt Samenstände für den Nachwuchs stehen zu lassen. Wie viele Sämlinge daraus auflaufen, hängt von den Bedingungen im Beet ab.
Saat nur leicht bedecken, dichten Nachwuchs vereinzeln
Für die gezielte Aussaat werden die Samen nur leicht mit Erde bedeckt und anschließend gleichmäßig feucht gehalten. Stehen die Sämlinge nach der Keimung zu dicht, werden sie auf etwa 10 cm vereinzelt. So bekommt der junge Aufgang Raum zur Entwicklung.
Entferne regelmäßig Unkraut um die Pflanzen und lasse erwünschte junge Barbarakraut-Rosetten stehen. Kontrolliere dabei den Aufgang auf Schneckenfraß: Auch wenn die älteren Pflanzen gut aussehen, können die Sämlinge betroffen sein.
Häufige Fragen zu Barbarea vulgaris
Lässt sich ein älteres Barbarakraut leicht umpflanzen?
Bei ausgewachsenen Pflanzen erschwert die kräftige Pfahlwurzel das Versetzen. Für einen neuen Platz bietet sich deshalb eine gezielte Aussaat an.
