Weiße Blüten über klebrigem, wintergrünem Laub
Cistus laurifolius ist ein Gehölz und wird etwa 120 cm hoch. Von Juni bis August stehen die weißen Blütenschalen über den graugrünen, lorbeerähnlichen Blättern. Deren klebrige Oberfläche gehört zum normalen Erscheinungsbild.
Die Zistrose duftet; an warmen Tagen verströmen auch Laub und junge Triebe ein Aroma. Sie eignet sich als Bienen- beziehungsweise Schmetterlingsweide. Gelbe Staubblätter heben sich deutlich von den weißen Kronblättern ab.
Ein warmer Sonnenplatz mit freiem Wasserabzug
Wählen Sie einen geschützten, sonnigen Standort mit trockenem, durchlässigem, kalkhaltigem Boden. Pflanzen Sie bevorzugt im Frühjahr, damit das Gehölz vor dem ersten Winter Zeit zum Einwurzeln hat. Dauerhaft nasser Boden ist ungeeignet.
Setzen Sie die Zistrose einzeln oder in kleinen Gruppen. Als Planungswert gelten 3 Pflanzen pro m². Lassen Sie dabei Raum für die Entwicklung der Sträucher: Eine zu enge Pflanzung lässt sich später nicht zuverlässig durch kräftigen Rückschnitt korrigieren.
Trockenheitsverträglich – nach dem Pflanzen trotzdem gießen
Trockenheitsverträglichkeit bedeutet nicht, dass frisch gepflanzte Zistrosen ohne Wasser auskommen. Gießen Sie während des Anwachsens nach Bedarf. Auch im Kübel muss die Wasserversorgung beobachtet werden; lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen und vermeiden Sie Staunässe.
Wintergrünes Laub braucht Schutz vor Wintersonne
Die Einordnung in Winterhärtezone Z7 entspricht ungefähr −17,7 bis −12,3 °C. Das ist eine Orientierung, keine Zusage, dass jede Pflanze solche Temperaturen unbeschadet übersteht. Ein geschützter Platz und guter Wasserabzug bleiben entscheidend.
Schützen Sie die Zistrose im Winter mit Reisig vor Wintersonne und vermeiden Sie Winternässe. Wer sie im Topf oder Kübel hält, muss eine frostarme Überwinterung vorsehen. Die Zonenangabe ersetzt diesen Schutz im Gefäß nicht.
Leicht einkürzen, alte Holzpartien stehen lassen
Ein Schnitt ist nur bei Bedarf sinnvoll. Kürzen Sie dann leicht ein und bleiben Sie in den jungen, belaubten Trieben. Schneiden Sie nicht ins alte Holz und erhalten Sie frische Triebe, die von der Basis her nachwachsen. Ältere Holzpartien treiben nach einem starken Schnitt nicht zuverlässig wieder aus.
Schneiden können Sie im späten Frühjahr ab Ende April, sobald stärkere Fröste vorbei sind, oder nach der Blüte. Nach dem Flor gilt: möglichst früh, spätestens Ende August. Dieser Sommerschnitt eignet sich vor allem für warme, geschützte Lagen, denn frischer Austrieb ist frostempfindlich.
Häufige Fragen zur Lorbeerblättrigen Zistrose
Warum fallen einzelne Blüten schon nach kurzer Zeit ab?
Zistrosenblüten halten üblicherweise nur einen Tag. Während der Blütezeit öffnen sich weitere Knospen, sodass der Flor trotzdem länger anhält. Das Abfallen einzelner Blüten ist für sich genommen daher kein Krankheitszeichen; regelmäßiges Ausputzen ist gewöhnlich nicht nötig.
