Rosa Staubblätter geben den Blüten ihren Schimmer
Die Blütenwirkung reicht von zartrosaweiß bis rosa. 'Pink Spike' bildet also keine flächig kräftig pinke Blüte, wie der Name vielleicht erwarten lässt. Die vielen feinen Staubblätter verleihen den länglichen Blütenständen ihre lockere, bürstenartige Gestalt.
Ihre Zeit liegt im Spätsommer und Herbst, besonders im September. Je nach Standort und Witterung kann die Blüte in den Zeitraum von August bis Oktober fallen; eine durchgehende dreimonatige Blüte ist damit nicht gemeint. Die Blüten duften und werden von Bienen und Schmetterlingen besucht.
Der dunkle Austrieb bleibt nicht immer purpurn
Im Frühjahr fällt das dunkle, purpurfarbene Laub auf. Später können die Blätter stärker vergrünen. Wer einen durchgehend tiefpurpurnen Blattschmuck erwartet, sollte diese Veränderlichkeit bei der Gestaltung berücksichtigen.
Die Staude wächst horstig und erreicht mit ihren Blüten häufig etwa 1,2 bis 1,5 Meter, an günstigen Plätzen auch mehr. Als Begleiter bieten sich Funkien und Farne mit passendem Feuchtebedarf an: Ihre Blätter können den unteren Bereich begleiten, während die Blütenkerzen darüber sichtbar bleiben. Eine junge Pflanze braucht einige Jahre, bis sie ihre volle Wirkung entwickelt.
Frischer Gehölzrand statt trockener Baumschatten
Ein kühler, windgeschützter Platz im Halbschatten mit humosem, frisch bis feuchtem Boden passt zu 'Pink Spike'. Ein Gehölzrand ist nur dann geeignet, wenn die Staude dort genügend Wasser bekommt. Trockener Boden unter großen Bäumen erfüllt diese Voraussetzung nicht.
Bei Trockenheit durchdringend wässern, besonders während des Anwachsens. Eine organische Mulchschicht im Frühjahr hilft bei der Bodenpflege. Zusätzlicher Dünger richtet sich nach der Nährstoffversorgung des Bodens; nährstoffreiche Erde verlangt nicht automatisch eine jährliche Extragabe. An windanfälligen Plätzen können die hohen Blütenstiele eine Stütze brauchen.
Die Blütenstände dürfen den Winter über bleiben
'Pink Spike' ist eine winterharte, sommergrüne Staude. Nach der Blüte kann man die Stängel abschneiden oder die abgeblühten Stände als winterliche Struktur stehen lassen. Wer sie erhält, entfernt die alten Stängel vor dem neuen Austrieb. Ausputzen ist hier eine Gestaltungsentscheidung und kein belegter Weg zu einer zweiten Blüte.
Ausführlichere Informationen zur Art, ihrer Entwicklung und allgemeinen Pflege bietet das Pflanzenporträt zu Actaea simplex.
Häufige Fragen zu Actaea simplex 'Pink Spike'
Ist Cimicifuga ramosa 'Pink Spike' dieselbe Sorte?
Ja, dieser Name wird als Synonym für Actaea simplex 'Pink Spike' geführt. Beim Kauf lohnt sich deshalb der Blick auf den vollständigen Sortennamen 'Pink Spike'; ähnlich klingende Sortennamen sind kein ausreichender Identitätsnachweis.
Wie lässt sich 'Pink Spike' sortenecht vermehren?
Durch Teilung im frühen Frühjahr. Aus Samen entstehen Nachkommen, die die Eigenschaften der Sorte nicht zuverlässig bewahren. Die Teilung ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine regelmäßige Pflicht zur Verjüngung.
