Schmale Ähren über aromatischem Laub
Viele kleine, einfache Blüten stehen dicht an den aufrechten Ähren. Darunter sitzen matte, eiförmige Blätter mit zugespitzten Enden und gesägten Rändern. Das aromatische Laub macht die Sorte auch abseits der Blüte interessant.
'Purple Haze' wächst horstig: Ihre Triebe bilden einen zusammenhängenden Pflanzenbüschel von etwa 40 bis 50 Zentimetern Breite. Kleine Gruppen passen ins Staudenbeet oder den Bauerngarten, einzelne Pflanzen auch in den Kübel. Die Sorte ist sommergrün; eine besondere Herbstfärbung ist nicht zu erwarten.
Bei schwerem Lehm helfen Hochbeet oder Kübel
Sonne und trockener bis frischer Boden sind die Grundlage. Ein kalkreicher, schwach alkalischer Boden passt zu den Standortangaben dieser Sorte. Zugleich muss die Erde gut entwässern: Mehr Gießen ist keine Lösung für einen ungünstigen Platz, und Überwässerung sollte vermieden werden.
Bei schwerem Lehmboden bieten sich Hochbeet oder Kübel an, sofern dort der Wasserabzug tatsächlich besser ist. Besonders in kalten, nassen Wintern kann die Duftnessel leiden. Gute Drainage verringert ein wichtiges Kulturproblem, garantiert aber keine sichere Überwinterung.
Nach dem ersten Flor neue Blüten anregen
Nach der ersten Blühphase kann ein Rückschnitt die Nachblüte fördern. 'Purple Haze' wird dafür als gut nachblühend beschrieben. Eine zweite gleich starke Blütenwelle ist damit nicht zugesagt.
Dieser Blütenrückschnitt hat einen anderen Zweck als die Arbeiten zum Saisonende: Er soll weitere Blüten anregen und wird deshalb nicht erst im Spätherbst vorgenommen.
Im Spätherbst einkürzen, im Frühjahr zurückschneiden
Im späten Herbst werden die Stängel eingekürzt, damit der Wind die Pflanze weniger am Wurzelstock lockert. Im Frühjahr folgt der Rückschnitt der abgeblühten Triebe. Anders als beim sommerlichen Blütenrückschnitt geht es hier um Windstabilität und den Abschluss der vergangenen Saison.
Hintergrund zur Anis-Duftnessel bietet das Artporträt zu Agastache foeniculum. Dessen Hinweise zu Selbstaussaat oder Küchenverwendung lassen sich jedoch nicht pauschal auf 'Purple Haze' übertragen.
Häufige Fragen zu Agastache 'Purple Haze'
Warum wird 'Purple Haze' auch als Agastache foeniculum angeboten?
Diese Bezeichnung ist im Handel gebräuchlich. Fachquellen führen 'Purple Haze' zugleich als Hybride beziehungsweise unter Agastache 'Purple Haze', also mit Gattungs- und Sortennamen. Für die Auswahl ist der Sortenname wichtig; Eigenschaften der reinen Art sollten nicht allein aus dem Etikett abgeleitet werden.
Wie lässt sich 'Purple Haze' vermehren?
Eine Möglichkeit ist die Teilung im Frühjahr. Alternativ können im Spätsommer halbreife, bereits etwas festere Triebe als Stecklinge bewurzelt und anschließend geschützt überwintert werden. Die Teilung dient hier der Vermehrung, nicht einer vorgeschriebenen regelmäßigen Verjüngung. Auf Nachwuchs durch Aussaat sollte man sich bei dieser Sorte nicht verlassen.
