Violettblaue Ähren vor dunklen Stielen
An den schlanken Ähren sitzen zahlreiche kleine Lippenblüten. Dunkelpurpurne Stiele und dunkelgrüne, teils bronzepurpur überlaufene Blätter verstärken die dunkle Farbwirkung. Die länglichen bis eiförmigen Blätter haben einen gesägten Rand.
Die Blüte beginnt je nach Witterung im Juni oder Juli und kann bis in den Herbst reichen. Eine ununterbrochene Blüte bis Oktober ist damit nicht zugesichert. Wer verblühte Ähren während der Saison entfernt, kann weitere Blüten anregen.
Ein buschiger Horst, keine feste 40-Zentimeter-Grenze
‘After Eight’ wird als kompakte Sorte angeboten. Etwa 40 bis 60 Zentimeter Höhe sind eine brauchbare Orientierung, keine Obergrenze: Je nach Pflanzenmaterial und Kulturbedingungen können die Horste deutlich höher werden. Plane auch in der Breite eher mit einem halben Meter als mit nur 20 bis 30 Zentimetern. Für einen eng bemessenen Beetrand lohnt sich ein Blick auf die Größenangabe der konkreten Lieferung.
Der verzweigte Wuchs passt in kleine Gruppen im Staudenbeet und eignet sich auch für Pflanzgefäße. In Reichweite eines Weges oder Sitzplatzes lassen sich die duftenden Blätter gut berühren. Im Winter zieht das Laub ein; die Pflanze bildet keine immergrüne Einfassung.
Blühende Horste brauchen Wasser, aber keine Staunässe
Ein sonniger Platz und lockerer, fruchtbarer Boden mit gutem Wasserabzug sind eine gute Ausgangslage. Kalkreicher Boden ist keine Voraussetzung.
Kurze Trockenphasen verträgt die Staude, anhaltende Trockenheit kann jedoch die Blüte beeinträchtigen. Prüfe deshalb bei Hitze die Bodenfeuchte und gieße bei Bedarf. Bei trockener Witterung kann außerdem Echter Mehltau das Laub befallen.
Im Winter darf sich Wasser nicht dauerhaft im Wurzelbereich stauen. Für raue Lagen lässt sich keine verlässliche Winterhärte versprechen. Wähle dort einen geschützten Platz und kläre die örtliche Eignung des Pflanzenmaterials mit der Gärtnerei. Alte Stängel können im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Hinter dem Namen rugosa steckt eine Kreuzung
Im Handel erscheint die Sorte häufig als Agastache rugosa ‘After Eight’®. Ihre dokumentierte Abstammung führt jedoch zu einer Kreuzung aus Agastache rugosa und Agastache foeniculum. Die Bezeichnung Agastache ‘After Eight’ vermeidet eine ausschließliche Zuordnung zu einer der beiden Elternarten.
Das Pflanzenporträt zu Agastache rugosa vertieft die Eigenschaften einer Elternart. Für die Auswahl dieser Sorte bleiben die hier beschriebenen Merkmale und Grenzen entscheidend; die Artangaben lassen sich nicht vollständig auf die Kreuzung übertragen.
Häufige Fragen zu Agastache ‘After Eight’
Ist diese Duftnessel dieselbe Pflanze wie die Schokoladenminze ‘After Eight’?
Nein. Unter dem Namen ‘After Eight’ wird auch eine Pfefferminze, Mentha × piperita, angeboten. Sie gehört zu einer anderen Gattung. Achte deshalb auf den vollständigen botanischen Namen; gleicher Sortenname und ähnlicher Duft machen die Pflanzen nicht austauschbar.
Wie bleiben die Eigenschaften von ‘After Eight’ bei der Vermehrung erhalten?
Für den Erhalt der Sorte ist vegetative Vermehrung geeignet. Bei ‘After Eight’ ist die sortenechte Weitergabe durch Stecklinge dokumentiert; auch Teilung im Frühjahr wird empfohlen. Aus Samen gezogene Nachkommen sind keine verlässliche Kopie der Mutterpflanze.
