'Little Adder' bleibt niedriger als 'Black Adder'
'Little Adder' bleibt niedriger und verzweigt sich stärker als 'Black Adder'. Sie erreicht ungefähr einen halben Meter Höhe und bildet einen etwa 40–50 cm breiten Horst. Einzelne Pflanzen oder kleine Tuffs passen dadurch in kleinere Beete. Für die Breite sollte dennoch genügend Raum bleiben.
Die aufrechten Ähren bestehen aus kleinen, ungefüllten Lippenblüten und werden von Bienen und Schmetterlingen besucht. Einzelne Stiele eignen sich auch für Sommersträuße. Dazu kommt das aromatische Laub mit eiförmigen, gezähnten Blättern. Ein Platz nahe der Terrasse bietet sich an, um Blüte und Blattduft aus der Nähe zu erleben.
'Little Adder' im Kübel: Wasser muss abfließen
Die Sorte passt an einen sonnigen Platz mit trockenem bis frischem, durchlässigem Boden. Kalkreicher, schwach alkalischer Gartenboden eignet sich; eine pauschale Kalkgabe ist daraus nicht abzuleiten. In Beet und Freifläche sollte sich keine Staunässe bilden.
Im Kübel muss überschüssiges Gieß- und Regenwasser entweichen können. Zugleich braucht die Bodenfeuchte Aufmerksamkeit: Beim Anwachsen und bei Trockenheit wird nach Bedarf gegossen. Trockenheitsverträglich bedeutet auch bei dieser kleinen Duftnessel nicht, dass Kübelpflanzen ohne Wasser auskommen.
Nach der ersten Blüte 'Little Adder' leicht einkürzen
Nach der ersten Blüte ist ein leichter Rückschnitt vorgesehen. Während der Saison werden verblühte Ähren entfernt, um weitere Blüten zu fördern. Dafür werden die abgeblühten Teile eingekürzt; eine tiefe Kappung des gesamten Horsts ist nicht gemeint.
Ob sich noch einmal eine üppige Blüte entwickelt, hängt auch von Witterung und Pflanzenzustand ab. Der Schnitt kann die weitere Blütenbildung unterstützen, garantiert aber keine zweite volle Blühwelle.
Bei Kahlfrost braucht 'Little Adder' zusätzlichen Schutz
Für die Überwinterung zählt zunächst guter Wasserabzug. In rauen Lagen oder bei länger anhaltendem Kahlfrost – Frost ohne schützende Schneedecke – ist eine leichte Abdeckung mit Reisig sinnvoll. Ein geschützter Pflanzplatz ergänzt diese Vorsorge. Eine feste Frostgrenze oder eine Überlebensgarantie lässt sich daraus nicht ableiten.
Im Herbst fällt das Laub ohne besondere Herbstfärbung ab. Den jungen Austrieb im Frühjahr auf mögliche Schneckenschäden prüfen. Auch Mehltau kann vorkommen; die Sorte ist nicht gegen alle Krankheiten und Schädlinge geschützt.
'Little Adder' vermehren
Wie lassen sich weitere Pflanzen von 'Little Adder' gewinnen?
Dafür bietet sich die Teilung im Frühjahr an. Sie dient der Vermehrung und ist keine regelmäßig notwendige Verjüngung. Eine verlässliche Gewinnung eigener Samen sollte bei 'Little Adder' nicht eingeplant werden. Die allgemeine Aussaatanleitung für Agastache rugosa lässt sich hier nicht einfach übernehmen.
