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Pflanzenwissen

Ajuga reptans ‘Atropurpurea’: Ein Bodenteppich in Bronzepurpur

Bei ‘Atropurpurea’ bleibt nach der Blüte die Farbe am Boden: Glänzende, bronzepurpurne Blätter bilden einen niedrigen Teppich. Wie dunkel er wirkt, hängt auch vom Licht ab. Für die Standortwahl zählt deshalb nicht nur, wo der Günsel wächst, sondern auch, wo seine Blattfarbe zur Geltung kommt.

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Etwas Sonne bringt den Purpurton hervor

Die löffel- bis spatelförmigen Blätter wirken je nach Licht bronze-, braunrot oder purpurfarben. Im tiefen Schatten wird das Laub grüner. Ein heller Halbschatten mit etwas Sonne ist deshalb ein guter Ausgangspunkt, wenn du die dunkle Blattwirkung nutzen möchtest.

Mehr Sonne passt allerdings nur dann, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt. Heiße, austrocknende Plätze können dem Laub zusetzen. Geeignet ist humose, frische bis feuchte Erde, aus der überschüssiges Wasser abziehen kann. Auch unter Gehölzen muss genügend Feuchtigkeit ankommen.

Das winter- bis immergrüne Laub verlängert die Wirkung über die Blütezeit hinaus. ‘Atropurpurea’ ist gut winterhart; eine ganzjährig makellose oder unverändert purpurfarbene Blattdecke lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Blaue Blüten ragen aus dem dunklen Laub

Zur Blüte stehen kurze, aufrechte Blütenstände über den Rosetten. Ihre kleinen Lippenblüten sind blau bis violettblau. Mit ungefähr 10 bis 15 Zentimetern Höhe bleibt die blühende Pflanzung niedrig.

Der Blühtermin fällt je nach Standort und Witterung ins Frühjahr bis in den frühen Sommer. Manche Sortenangaben nennen April und Mai, andere Mai und Juni. Das beschreibt unterschiedliche Blühfenster und keine durchgehende Blüte von April bis Juni. Die offenen Blüten bieten auch Bestäubern Nahrung.

Der dunkle Teppich setzt helle Nachbarn ab

Nutze ‘Atropurpurea’ als zusammenhängende niedrige Fläche am Gehölzrand oder im vorderen Beetbereich. Helle Blüten und hellgrünes Laub können sich davor deutlich abheben. Größere Blätter bilden zusätzlich einen Formkontrast zu den kleinen Rosetten. Wähle dafür Partner, die dieselbe Bodenfeuchte vertragen.

Die Sorte wächst mit Ausläufern weiter. Kleine, langsam wachsende Nachbarstauden können dadurch bedrängt werden. Setze sie deshalb zu ausreichend kräftigen Nachbarn und halte die Ränder für die Pflege zugänglich. Für ein scharf begrenztes Muster ohne Nacharbeit ist dieser Günsel keine passende Wahl.

An den Rändern wandern neue Rosetten weiter

Ein regelmäßiger Rückschnitt der ganzen Pflanzung ist nicht nötig. Entferne stattdessen Ausläufer, die den vorgesehenen Bereich verlassen, mitsamt ihren bewurzelten Tochterrosetten. Nur die Verbindung zur Mutterpflanze zu kappen beseitigt die neue Rosette nicht.

Zu dicht gewordene Bestände kannst du im Frühjahr oder Herbst teilen und auflockern. Entscheidend ist der Zustand der Fläche, nicht eine feste Anzahl von Jahren. Dichte, schlecht belüftete Teppiche auf nassem Boden begünstigen Fäuleprobleme; feucht halten bedeutet deshalb nicht, die Pflanzen dauerhaft im Wasser stehen zu lassen.

Gieße neue Pflanzungen in trockenen Phasen und prüfe dabei die Bodenfeuchte. Allgemeine Merkmale und weitere Pflegegrundlagen findest du im Artporträt des Kriechenden Günsels, Ajuga reptans.

Häufige Fragen zu Ajuga reptans ‘Atropurpurea’

Braucht ‘Atropurpurea’ unbedingt sauren Boden?

Nein. Die Sorte kann auf sauren, neutralen und alkalischen Böden wachsen. Eine Ansäuerung allein wegen des Sortennamens oder der dunklen Blätter ist nicht nötig. Achte vor allem auf ausreichende Feuchte und guten Wasserabzug.

Wie bekomme ich weitere Pflanzen von meiner ‘Atropurpurea’?

Nimm im Frühjahr oder frühen Herbst bereits bewurzelte, gesunde Tochterrosetten ab und pflanze sie neu ein. Diese vegetative Vermehrung nutzt die Ausläufer der vorhandenen Pflanze. Sie ist von der Teilung eines zu dicht gewordenen Bestands zu unterscheiden.

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