Rundliche Blätter tragen einen gekerbten Rand
Die Blätter sind dunkel purpur- bis maronenfarben und können nahezu schwarz wirken. Kleine, abgerundete Kerben zeichnen ihre Kontur nach. Zusammen mit der rundlichen Form und dem Glanz macht das den Reiz der Sorte aus.
‘Black Scallop’ behält gewöhnlich einen Teil seines Laubes über den Winter und gilt als winterhart. Farbe und Zustand der Blätter bleiben trotzdem nicht unter allen Bedingungen gleich. Plane mit einer langen Laubwirkung, nicht mit einer jederzeit makellosen schwarzen Oberfläche.
Mehr Licht kann das Laub dunkler machen
Helle und kühlere Bedingungen können die dunkle Färbung verstärken. Im stärkeren Schatten kann das Laub grüner ausfallen. Ein halbschattiger Platz mit etwas Sonne ist deshalb eine gute Wahl, wenn die Blattfarbe im Vordergrund steht.
Sonne passt nur zusammen mit ausreichender Bodenfeuchte. Humose, frische bis feuchte Erde bietet eine gute Grundlage; ein dauerhaft austrocknender Platz ist weniger geeignet. Unter Sträuchern lohnt ein Blick auf den Boden, denn auch dort kann es trocken werden.
Die Sorte ist nicht auf mäßig sauren Boden beschränkt, sondern verträgt auch neutrale und alkalische Bedingungen. Lehm ist ebenfalls kein Ausschlussgrund. Wichtig ist, dass die Pflanzung nicht dauerhaft nass und schlecht belüftet steht.
Kompakte Rosetten bleiben nicht auf derselben Stelle
Für die Höhe sind ungefähr 15 Zentimeter eine brauchbare Orientierung; unter anderen Kulturbedingungen wurden auch rund 20 Zentimeter beschrieben. Die niedrige Erscheinung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ausläufer neue Rosetten neben den vorhandenen bilden.
Nutze den Günsel in Gruppen oder als zusammenhängenden Bodendecker. Vor hellgrünem Laub oder hellen Blüten kann seine dunkle Fläche einen deutlichen Kontrast setzen. Wähle ausreichend kräftige Nachbarn mit passenden Ansprüchen an die Bodenfeuchte und halte Abstand zu kleinen, langsam wachsenden Stauden.
Eine angegebene Pflanzenbreite von 25 bis 30 Zentimetern begrenzt den späteren Teppich nicht. Halte deshalb vor allem die Ränder zum Rasen und zu empfindlichen Nachbarn zugänglich. Weitere Grundlagen zum kriechenden Wuchs findest du im Artporträt von Ajuga reptans.
Blauviolette Blüten stehen über der dunklen Decke
Im Frühjahr erscheinen kurze, aufrechte Blütenstände mit blauen bis violettblauen Lippenblüten. Der dunkle Blattgrund lässt die Blüten gut hervortreten. Je nach Witterung und Standort kann die Blüte bis in den frühen Sommer fallen. Während der Blüte bietet die Pflanzung auch Nahrung für Bestäuber.
Angaben von April bis Mai oder von Mai bis Juni beschreiben unterschiedliche Blühfenster. Sie bedeuten nicht, dass jede Pflanze drei Monate durchblüht. Auch eine verlässlich wiederkehrende zweite volle Blüte solltest du nicht einplanen.
Dichte Rosetten brauchen Luft statt Dauernässe
Ein regelmäßiger Komplettschnitt ist nicht erforderlich. Entferne über die gewünschte Fläche hinausgewachsene Ausläufer mitsamt den bereits bewurzelten Rosetten. Wenn die Decke zu eng geworden ist, kannst du sie im Frühjahr oder Herbst durch Teilung auflockern; ein fester mehrjähriger Rhythmus ist dafür nicht nötig.
Gieße neue Pflanzen in trockenen Phasen nach Bedarf und prüfe dabei die Bodenfeuchte. Auf nassem, schwerem Boden können dichte Bestände an der Pflanzenbasis faulen. Wasserabzug und Luft zwischen den Rosetten helfen, problematische Bedingungen zu vermeiden. Auch gegen Mehltau ist die Sorte nicht grundsätzlich gefeit.
Häufige Fragen zu Ajuga reptans ‘Black Scallop’
Ist ‘Binblasca’ eine andere Pflanze als Black Scallop?
Nein. Black Scallop wird als Handelsbezeichnung zu Ajuga reptans ‘Binblasca’ geführt. Deshalb können dir beide Namen für dieselbe Sorte begegnen.
Wie lassen sich weitere Rosetten gewinnen?
Bereits bewurzelte, gesunde Tochterpflanzen lassen sich im Frühjahr oder frühen Herbst abnehmen und neu einpflanzen. Diese vegetative Vermehrung ist von der Teilung zur Auflockerung eines zu dichten Bestands zu unterscheiden.
