Dunkles Blattgrün mit einer hellen Kontur
Die Blattoberseiten sind grün, die Unterseiten silbrigweiß. Der helle Rand hebt die einzelnen Blattabschnitte voneinander ab. Diesen feinen Kontrast zeigt der Fels-Frauenmantel auf kleinem Raum: Er bleibt mit etwa 15 cm Höhe niedrig und breitet sich durch kurze Ausläufer aus.
Von Juni bis August ergänzen kleine gelbe Blüten das Laub. Auch außerhalb dieses Zeitraums bleibt die Form der Blätter für die Gestaltung interessant. Eine niedrige Einfassung oder eine Gruppe nahe am Weg lässt die Blattzeichnung gut erkennen.
Ein Platz zwischen Steinen, mit Luft im Boden
Zu den Herkunftsgebieten von Alchemilla saxatilis gehören die Südalpen. Im Garten eignet sich die Art für sonnige bis halbschattige Plätze mit trockenem bis frischem Boden. Frisch bedeutet dabei ausreichend mit Wasser versorgt, ohne dauerhaft nass zu sein. Wichtig ist ein durchlässiger Boden; steinige Bereiche und Steingärten bieten dafür passende Gestaltungsmöglichkeiten.
Auch im Beet kann der Fels-Frauenmantel in kleinen Gruppen stehen. Im Kübel oder Trog lässt sich sein feines Laub besonders gut betrachten. Dort muss überschüssiges Wasser frei ablaufen können. Trotz seiner Eignung für trockene Standorte braucht der Fels-Frauenmantel im Gefäß eine regelmäßige Wasserkontrolle.
Nach dem Anwachsen weniger gießen, im Trog aufmerksam bleiben
Im ersten Sommer braucht der Fels-Frauenmantel regelmäßig Wasser. Bei eingewachsenen Pflanzen im Beet wird vor allem während trockener Phasen gegossen. Im Gefäß bleibt die regelmäßige Versorgung während des Wachstums wichtig, weil den Wurzeln nur ein begrenzter Vorrat zur Verfügung steht. Vor dem Gießen die Feuchtigkeit prüfen und keine dauerhafte Nässe entstehen lassen.
Zusätzlicher Dünger ist normalerweise nicht nötig. Eine organische Mulchauflage im Frühjahr kann helfen, Feuchtigkeit im Boden zu halten. Daraus folgt kein Bedarf an einem festen Düngeprogramm oder hohen Nährstoffgaben.
Immergrünes Laub gezielt ausputzen
Vor dem neuen Frühjahrsaustrieb wird noch vorhandenes altes Laub entfernt. Gemeint ist das Ausputzen der alten Blätter, nicht ein pauschales Abschneiden sämtlichen grünen Laubs. Verblühte Blütenstände werden vor der Samenbildung entfernt, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist.
Zur Erhaltung der Wuchskraft kommt eine Teilung alle paar Jahre im Frühjahr oder Herbst infrage. Wer zusätzliche Pflanzen gewinnen möchte, kann die Teilung gezielt im Frühjahr oder frühen Herbst nutzen. Dieser Vermehrungsschritt ist freiwillig; daraus ergibt sich keine jährliche Pflicht zur Verjüngung.
Sehr winterhart – im Gefäß zählt auch der Wurzelraum
Alchemilla saxatilis besitzt eine sehr gute Winterhärte. Diese Einschätzung ist keine Zusage, dass jedes Blatt unbeschädigt bleibt oder jede Pflanze unter beliebigen Bedingungen sicher überwintert.
Im Kübel ist der Wurzelraum stärker der Kälte ausgesetzt als im Boden. Bei starkem Frost kann ein geschützter Platz oder eine isolierende Umhüllung des Gefäßes sinnvoll sein. Auch im Winter muss Wasser ablaufen können; Untersetzer werden entfernt. Die Erdfeuchte gelegentlich kontrollieren und bei Bedarf gießen, sofern kein Frost bevorsteht.
Häufige Fragen zu Alchemilla saxatilis
Ist Alchemilla saxatilis eine Zwergsorte von Alchemilla mollis?
Nein. Alchemilla saxatilis ist eine eigenständige Art innerhalb der Gattung Frauenmantel, keine Sorte des Weichen Frauenmantels. Beim Pflanzenkauf ist deshalb der vollständige botanische Name hilfreich; die Bezeichnung „Frauenmantel“ allein legt die Art nicht fest.
