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Pflanzenwissen

Allium schoenoprasum 'Corsican White': Weiße Blüten über feinen Röhren

'Corsican White' zeigt Schnittlauch in Weiß: Kleine helle Blütenköpfe stehen über schmalem, grasgrünem Laub. Die kompakte, eher schwachwüchsige Sorte passt an sonnige Beetränder und in Gefäße. Ihre Blütenwirkung kommt zur Geltung, wenn die Stiele bis zum Verblühen stehen bleiben.

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Weiß statt Violett – ein anderer Akzent im Schnittlauchhorst

Die Blütezeit liegt bei 'Corsican White' im Mai und Juni. Die kleinen weißen Blütenköpfe wirken über den schmalen Röhrenblättern leicht und zierlich. Mit etwa 20 Zentimetern Höhe bleibt die Sorte niedrig; ein Horst kann ungefähr 30 Zentimeter breit werden. Ihr eher schwacher Wuchs gehört zum Sortencharakter und ist kein Grund, sie durch zusätzliche Düngung zu größerer Leistung anzutreiben.

Kleine Gruppen bringen die hellen Köpfe zur Geltung

Einzelne Horste können einen Beetrand markieren, kleine Gruppen die Blütenfarbe wiederholen. Auch eine sonnige Freifläche oder ein Gefäß kommt infrage. Für eine flächige Pflanzung kannst du mit einem Richtwert von 25 Pflanzen je Quadratmeter planen; für einzelne Akzente brauchst du keine geschlossene Fläche.

Die Blüten eignen sich auch zum Schneiden. Eine kleine Vase ist eine Möglichkeit, die niedrigen Blütenstiele zu verwenden. Im Beet können die Blüten als Bienen- beziehungsweise Schmetterlingsweide stehen bleiben. Eine bestimmte Zahl von Besuchern oder ein gleicher ökologischer Wert wie bei wildem Schnittlauch ist damit nicht zugesichert.

Ein trockener Sommer kann den grünen Horst verschwinden lassen

'Corsican White' eignet sich für sonnige Plätze mit trockenem bis frischem Boden. Der Boden sollte Wasser gut ableiten können; dauerhaft nasse Erde ist ungünstig. Auch im Gefäß muss überschüssiges Wasser ablaufen.

Trocknet die Erde im Sommer aus, kann das Laub einziehen. Bei ausreichender Feuchtigkeit bleibt es länger erhalten. Trockenverträglichkeit bedeutet also nicht, dass der Horst unter solchen Bedingungen grün bleibt. Wenn dir die Laubwirkung wichtig ist, prüfe bei ausbleibendem Regen die Feuchte im Wurzelbereich und gieße nach Bedarf. Im Gefäß kann die Erde schneller austrocknen als im Beet.

Nach der Blüte lässt sich frisches Laub anregen

Verblühte Stiele kannst du entfernen, wenn sie das Bild stören. Ist der ganze Horst unansehnlich geworden, lässt er sich nach der Blüte auf etwa fünf Zentimeter zurückschneiden. Das Ziel ist frischer Blattaustrieb. Eine weitere Blüte ist durch diese Maßnahme nicht garantiert.

Auf gewöhnlichem Gartenboden ist regelmäßiges zusätzliches Düngen meist nicht nötig. Organisches Mulchmaterial um die Horste im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr pflegt den Boden und hilft, Feuchtigkeit zu halten. Alte Pflanzenreste werden vor dem Neuaustrieb entfernt. Bei Topfpflanzen richtet sich eine zusätzliche Versorgung nach Substrat und Zustand.

Durch Teilung bleibt aus dem kleinen Horst dieselbe Sorte

Für neue Pflanzen mit den gewünschten Sortenmerkmalen eignet sich die Teilung eines sicher zugeordneten Horstes. Im Frühjahr oder Herbst lassen sich bewurzelte Teilstücke abnehmen und wieder einsetzen. Bei dieser schwachwüchsigen Sorte gibt der Zustand des Horstes den Anlass; eine starre jährliche Teilung ist nicht nötig.

'Corsican White' gilt als sterile Sorte. Das Entfernen verblühter Köpfe zur Verhinderung von Selbstaussaat ist hier daher kein festes Pflegeziel. Es gibt allerdings widersprüchliche Angaben zur Samenbildung in der Sortengeschichte. Eine absolute Garantie gegen jeden Sämling wäre deshalb zu weitgehend; zur Erhaltung der Sorte eignet sich die Teilung.

Allium schoenoprasum ist auch in Mitteleuropa heimisch; 'Corsican White' ist eine Gartensorte dieser Art, keine Bezeichnung für jede wild vorkommende weiße Schnittlauchpflanze. Allgemeine Grundlagen zu Entwicklung und Pflege findest du im Pflanzenporträt „Schnittlauch“.

Häufige Fragen zu 'Corsican White'

Woran unterscheidet sich 'Corsican White' von Schnittknoblauch?

'Corsican White' gehört zu Allium schoenoprasum und besitzt röhrenförmige Blätter. Schnittknoblauch heißt Allium tuberosum und hat flache Blätter. Beide können weiß blühen; die Blütenfarbe allein reicht deshalb nicht zur Bestimmung.

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