Ein kleiner Schnitt-Knoblauch mit etwa 60 Zentimetern Höhe
Der Name „Kleiner Schnitt-Knoblauch“ sollte nicht zu einer zu niedrigen Pflanzplanung verleiten: Für 'Kobold' sind etwa 60 Zentimeter Wuchshöhe anzusetzen. Die Sorte wächst kompakt und gleichmäßig, bleibt aber kein flacher Teppich. Ihre Horste bilden dichte Büschel aus schmalen, flachen Blättern.
Weiße Blütenkugeln zwischen Kräutern und Stauden
Die rundlichen Blütenstände bestehen aus vielen kleinen, sternförmigen Einzelblüten. In Gruppen lassen sich die hellen Dolden im sonnigen Beet oder auf einer offenen Pflanzfläche einsetzen. Sie werden von Bienen und Schmetterlingen besucht; einzelne Stiele eignen sich auch für die Vase.
Das Laub liefert das typische Knoblaucharoma. Der Duft der Blüten gehört ebenfalls zum Charakter des Schnitt-Knoblauchs, ist aber nicht mit dem Geruch zerriebener Blätter gleichzusetzen.
Sonne über dem Laub, Feuchtigkeit an den Wurzeln
Ein sonniger Platz mit frischem bis feuchtem Boden passt zu 'Kobold'. Die Erde soll Wasser halten können und zugleich durchlässig bleiben. Ein dauerhaft trockener Standort ist deshalb keine passende erste Wahl. Bei längerer Trockenheit hilft zusätzliches Gießen, die vorgesehene Bodenfeuchte zu erhalten.
Für die allgemeine Kultur und Ernte bietet das Artporträt zu Allium tuberosum weitere Hinweise. Bei der Sortenwahl sind vor allem der kompakte Wuchs und die späte Blüte von 'Kobold' entscheidend.
Den Horst teilen, die späte Blüte erhalten
Etwa alle drei Jahre werden die Horste aufgenommen und geteilt, um Wuchskraft und Blühfreude zu erhalten. Das zeitige Frühjahr eignet sich, um die Teilstücke wieder einzupflanzen. Ein regelmäßiger Rückschnitt der ganzen Pflanze ist dagegen nicht erforderlich.
Wer keine zusätzlichen Sämlinge möchte, entfernt die verblühten Stiele vor der Samenreife. Schnitt-Knoblauch kann sich selbst aussäen; für 'Kobold' sollte man nicht von sterilen Blüten ausgehen. Das Entfernen der Samenstände ist eine Maßnahme zur Ausbreitungskontrolle, kein belegter Trick für eine zweite Blüte.
Häufige Fragen zu Allium tuberosum 'Kobold'
Lassen sich auch die weißen Blüten von 'Kobold' verwenden?
Ja, sie sind essbar und können beispielsweise einen Salat ergänzen. Dafür nur sicher bestimmten Schnitt-Knoblauch verwenden, der für den Verzehr kultiviert wurde. Blüten, die geerntet werden, stehen anschließend nicht mehr als Schmuck oder für Blütenbesucher zur Verfügung.
Muss 'Kobold' im Winter grün bleiben?
Nein. Schnitt-Knoblauch ist mehrjährig und kann in kalten Wintern oberirdisch einziehen. Fehlendes Winterlaub bedeutet daher nicht automatisch, dass die Pflanze abgestorben ist. 'Kobold' wird als winterhart geführt; daraus lässt sich keine Überlebensgarantie für jeden Standort ableiten.
