Ein dichter Busch statt einer hohen Hintergrundstaude
Während die Wildform an gut versorgten Plätzen mannshoch und höher werden kann, bleibt 'Romney Marsh' deutlich kompakter. Die Sorte bildet einen dichten Busch. So lässt sie sich auch dort einordnen, wo der große Echte Eibisch zu viel Höhe einnehmen würde.
Die weiche, silbersamtige Blattoberfläche prägt ihre Wirkung ebenso wie die lilarosa Blüten. Deren Saison reicht vom Frühsommer bis in den September. Mit ihrem Blütenangebot ergänzt die Sorte auch naturnahe Pflanzungen.
Sonne oben, feuchte Erde an den Wurzeln
Ein sonniger Platz mit nährstoffreichem, frischem bis feuchtem Boden passt zu 'Romney Marsh'. Auch nasse Randbereiche gehören zu ihren Einsatzmöglichkeiten. Gerade im Sommer ist eine verlässliche Wasserversorgung wichtig; die kompakte Gestalt macht sie nicht zur Pflanze für ein trockenes Kiesbeet.
Ein offener Beetplatz oder ein feuchter Rand lässt sich deshalb gut nutzen. Die Sorte muss dafür nicht im Wasser stehen: Feuchter Gartenboden genügt. Aus der Eignung für den Wasserrand ergibt sich keine bestimmte Pflanztiefe unter der Wasseroberfläche.
Im Kübel braucht der kleine Eibisch Vorrat
Für die Kübelkultur sind Gefäße ab 20 Liter vorgesehen. Das größere Erdvolumen hält Feuchtigkeit länger als ein kleiner Topf. Dennoch lohnt es sich, an warmen oder windigen Tagen die Erde regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zu gießen, bevor der Ballen austrocknet.
Die Topferde soll Wasser speichern und zugleich überschüssiges Gießwasser ablaufen lassen. Auch der Nährstoffvorrat ist im Gefäß begrenzt. Ob nachgedüngt werden muss, hängt unter anderem von der verwendeten Erde und ihrer Vordüngung ab; eine feste Dosis für alle Kübel wäre zu pauschal.
Erst nach der Blühsaison bodennah schneiden
Nach Ende der Blüte werden die Stängel bodennah zurückgeschnitten. Gemeint ist das Ende der Blühsaison, nicht jede einzelne verwelkte Blüte. Der Schnitt entfernt die alten Triebe; eine zweite Blütenrunde ist damit nicht zugesagt.
Ausführlichere Hintergründe zur Art, ihrer Entwicklung und Vermehrung bietet das Pflanzenporträt zu Althaea officinalis. Für 'Romney Marsh' bleiben vor allem der kompaktere Wuchs, die lange Blühsaison und die Verwendung im ausreichend großen Kübel maßgeblich.
Häufige Fragen zu Althaea officinalis 'Romney Marsh'
Kann 'Romney Marsh' im Kübel draußen überwintern?
Die Sorte ist eine winterharte Staude. Im Gefäß sind die Wurzeln jedoch stärker der Kälte ausgesetzt als im Gartenboden. Ein geschützter Platz und eine isolierende Hülle um den Topf helfen bei strengem Frost. Wasser muss ablaufen können; die Winterhärte im Beet ist keine Garantie für einen ungeschützt durchfrierenden Kübel.
Bleibt das silbrige Laub im Winter erhalten?
Nein. 'Romney Marsh' ist sommergrün. Das Samtlaub prägt die Pflanze während der Wachstumszeit, bietet aber keinen dauerhaften winterlichen Blattschmuck.
