Im Mai und Juni öffnen sich blaue Sterne
Die kleinen Blüten sitzen an den Spitzen aufrechter Stängel. Ihre fünf Zipfel geben ihnen die Sternform; der Farbton reicht von hellem Blau bis Lavendelblau. Die Blüte fällt gewöhnlich in Mai und Juni, ihr genauer Verlauf hängt vom Standort und vom Wetter ab.
Die Art stammt aus Südostchina, Korea und Japan. Ihr wissenschaftlicher Name Amsonia elliptica bezeichnet eine Art aus der Familie der Hundsgiftgewächse, keine Sorte.
Grünes Sommerlaub wechselt zu Gelb und Gold
Im Sommer bilden die glänzend grünen, länglichen Blätter einen ruhigen Hintergrund für benachbarte Blüten. Im Herbst färben sie sich gelb bis goldgelb; auch orangefarbene oder rosa Töne können hinzukommen. Diese späte Farbe entsteht im Laub und hängt nicht von einer erneuten Blüte ab.
Der Horst kann über einen halben Meter hinauswachsen
Amsonia elliptica wächst horstig: Ihre Stängel stehen dicht beieinander und bilden eine zusammenhängende Pflanze. Für die Planung lassen sich zunächst etwa 40–50 cm Höhe und rund 50 cm Breite ansetzen. Das ist jedoch keine feste Obergrenze. In einem Gartenversuch in Illinois erreichte die Art etwa 75 cm Höhe und Breite.
Der Röhrenstern lässt sich einzeln oder in kleinen Gruppen verwenden. Eine Position mit freiem Blick auf das Laub lohnt sich, damit die Herbstfärbung zwischen den Nachbarpflanzen sichtbar bleibt. Für enge Lücken sollte man die häufig genannten 50 cm nicht als garantierte Endbreite behandeln.
Ein lichter Gehölzrand mit frischem Boden passt gut
Ein sonniger bis halbschattiger Platz kommt infrage, ebenso eine offene Staudenpflanzung. Der Boden sollte frisch bis feucht sein, also ausreichend Wasser bereithalten, ohne zu vernässen. Ein trockener Platz unter dichtem Gehölz bietet deshalb andere Bedingungen als ein geeigneter lichter Gehölzrand.
Vorübergehende Trockenheit kann der Röhrenstern vertragen. Für die Standortwahl bleibt ein ausreichend mit Wasser versorgter Boden die bessere Grundlage. Beim Gießen ist die Bodenfeuchte entscheidend: Trocknet der Wurzelbereich ab, wird bedarfsgerecht gewässert, statt nach einem festen Wochenplan zu gießen.
Die Art ist eine winterharte, sommergrüne Staude. Ein geschützter Standort ist günstig; für sehr kalte oder stark exponierte Lagen sollte die Eignung vor Ort geprüft werden. Winterhärte im Beet ist keine Zusage für einen ungeschützt durchfrierenden Topf.
Der Röhrenstern kommt ohne regelmäßigen Rückschnitt aus
Amsonia elliptica braucht keinen regelmäßigen Rückschnitt. Ein routinemäßiges Einkürzen nach der Blüte gehört deshalb nicht zu ihrer notwendigen Pflege. Auch eine verlässliche Herbstblüte lässt sich damit nicht versprechen.
Neue Röhrensterne durch Teilung oder Frühsommerstecklinge
Wer weitere Pflanzen gewinnen möchte, kann den Horst im Frühjahr oder frühen Herbst teilen. Das dient der Vermehrung; eine regelmäßige Teilung zur Verjüngung ist damit nicht gemeint. Eine weitere Möglichkeit sind weiche Triebstecklinge oder Stecklinge aus dem Bereich der Stängelbasis im Frühsommer.
Häufige Fragen zu Amsonia elliptica
Ist der Blausternbusch ein Strauch?
Nein. Trotz dieses deutschen Namens ist Amsonia elliptica eine sommergrüne Staude. Der buschige Eindruck entsteht durch die dicht stehenden aufrechten Stängel; ein immergrünes Gehölz ist sie nicht.
Warum keimen die Samen nicht gleich nach der Aussaat?
Die Samen können eine physiologische Keimruhe besitzen: Günstige Feuchtigkeit allein reicht dann noch nicht zum Keimen. Eine warm-feuchte Phase vor einer Kältephase kann diese Ruhe lösen. Das ist kein schneller Aussaatweg. Bloßes Anritzen der Samenschale ist kein zuverlässiger Ersatz; dabei wurden häufig abnorm entwickelte Keimlinge beobachtet.
