Zwei Reihen Blütenblätter geben 'Hilda' ihre Fülle
Die weißen Blütenblätter stehen in zwei Reihen. Dadurch wirkt die Blüte voller als die einfache Schale des gewöhnlichen Buschwindröschens. Halbgefüllt beschreibt diese zusätzliche Fülle; eine dicht geschlossene Blütenkugel ist damit nicht gemeint.
'Hilda' ist eine Kulturform aus Mitteleuropa. Sie behält das Weiß des Buschwindröschens bei, zeigt es aber in einer größeren, reicheren Blütenform.
Im Frühjahr auf Feuchtigkeit achten, in der Ruhe trockener
'Hilda' eignet sich für trockene Plätze im Halbschatten und Schatten. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und durchlässig sein, wie unter laubabwerfenden Gehölzen. Die Sorte ist sehr gut winterhart.
Der Wasserbedarf verändert sich im Jahreslauf: Während Austrieb, Blüte und Anwachsen darf die Pflanze nicht austrocknen. Bleibt der Regen aus, hilft eine Prüfung der Bodenfeuchte; gegossen wird bei Bedarf. Sobald das Buschwindröschen eingezogen ist und ruht, verträgt es trockenere Bedingungen. Noch aktive Jungpflanzen und sommerliche Nachbarn können weiterhin Wasser brauchen.
Funkien können die sommerliche Lücke übernehmen
In Gruppen lassen sich die großen weißen Blüten im Beet, am Gehölzrand und unter Gehölzen gut zur Geltung bringen. Über kurze Ausläufer breitet sich 'Hilda' allmählich aus. Dafür braucht sie Platz: Die geringe Wuchshöhe begrenzt nicht die spätere Fläche eines Bestandes.
Nach der Blüte zieht das Laub ein. Die Fläche bleibt deshalb nicht das ganze Jahr von 'Hilda' bedeckt. Später austreibende Funkien können mit ihren Blättern die sommerliche Lücke übernehmen. Ihre Wuchsgröße sollte so zur Pflanzung passen, dass das kleine Buschwindröschen im Frühjahr Platz behält.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Grünes Laub bleibt stehen, bis es von selbst abgestorben ist. Danach lassen sich alte Blätter und verblühte Blüten bei Bedarf entfernen. Das dient dem Aufräumen; eine zweite Blüte ist damit nicht zugesichert. Mehr über die Entwicklung und allgemeine Pflege erklärt das Artporträt zu Anemone nemorosa.
Häufige Fragen zu Anemone nemorosa 'Hilda'
Wann kann ich 'Hilda' zur Vermehrung teilen?
Die Rhizome, also die unterirdischen Sprosse, lassen sich teilen, nachdem das Laub natürlich eingezogen ist. Das ist eine freiwillige Vermehrungsmaßnahme und keine jährlich nötige Verjüngung. Beim Teilen Handschuhe tragen und frisch gesetzte Teilstücke während des Anwachsens nicht austrocknen lassen.
Ist 'Hilda' schneckenfest?
Nein, Schnecken können die Pflanze anfressen. Bei frischen Fraßspuren lohnt es sich, nach dem Verursacher zu sehen. Die mögliche Anfälligkeit allein ist noch kein Anlass für eine vorbeugende Behandlung.
Ist das Buschwindröschen 'Hilda' giftig?
Ja. Wie beim Buschwindröschen sind alle Pflanzenteile giftig und weder als Lebensmittel noch für selbst hergestellte Heilmittel geeignet. Der Pflanzensaft kann die Haut reizen. Direkten Kontakt mit verletzten Pflanzenteilen vermeiden und beim Teilen Handschuhe tragen.
