Mehr Blütenfülle als bei der Wildform
Die halbgefüllten Blüten besitzen mehr Blütenhüllblätter als die einfachen Blüten der Wildform. Die gelbe Farbe ist beiden gemeinsam. ‘Semiplena’ ist eine Kulturform aus Mitteleuropa und bleibt mit 10–20 cm Höhe nah am Boden.
Für eine Gruppenpflanzung ist neben dem niedrigen Wuchs die Ausbreitung interessant: Die etwa 25 cm breiten Pflanzen wachsen über kurze Ausläufer weiter. Aus kleinen Gruppen können so größere Bestände entstehen.
Im Gehölzschatten zählt der humose Boden
‘Semiplena’ passt an halbschattige und schattige Plätze unter Gehölzen oder an ihrem Rand. Der Boden sollte humusreich und durchlässig sein und während des Wachstums frisch, also ausreichend feucht bleiben.
Frisch gepflanzte Windröschen bei Trockenheit nach Bedarf wässern, bis sie eingewachsen sind. Überschüssiges Wasser muss abfließen können. In humusreichem Boden ist gewöhnlich kein zusätzlicher Dünger nötig. Die Sorte ist winterhart.
Nach der Blüte zieht sich ‘Semiplena’ zurück
Nach der Blüte zieht das Laub ein; eine ganzjährig grüne Bodendecke bildet ‘Semiplena’ deshalb nicht. Ihre Rhizome, die unterirdischen Sprosse, bleiben im Boden. Während der Sommerruhe darf es dort trockener werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Abgestorbenes Laub und verblühte Blüten können bei Bedarf entfernt werden. An den oberirdischen Pflanzenteilen ist Schneckenfraß möglich.
Mehr zu den allgemeinen Merkmalen des Gelben Windröschens bietet das Artporträt zu Anemone ranunculoides.
Häufige Fragen zu Anemone ranunculoides ‘Semiplena’
Wie bleibt die halbgefüllte Blüte beim Vermehren erhalten?
Durch Teilung der Rhizome nach dem natürlichen Laubeinzug. Jedes Teilstück braucht mindestens eine Wachstumsknospe und wird gleich wieder eingepflanzt, damit es nicht austrocknet. Teilen ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine regelmäßig nötige Verjüngung. Sämlinge können von der Mutterpflanze abweichen.
Ist auch das halbgefüllte Gelbe Windröschen giftig?
Ja. Auch bei ‘Semiplena’ ist die Giftigkeit der Art zu beachten: Alle Pflanzenteile sind giftig und eignen sich nicht zum Verzehr. Der Pflanzensaft kann die Haut reizen. Bei Arbeiten mit möglichem Saftkontakt, etwa beim Teilen, sind Handschuhe sinnvoll.
