Zwei Buschwindröschen stehen am Anfang dieser Hybride
Die mitteleuropäische Anemone × lipsiensis ist eine natürliche Kreuzung aus Anemone nemorosa und Anemone ranunculoides. Darauf weist das × im botanischen Namen hin. Die helle Blütenfarbe und das tief geteilte Laub prägen ihren kurzen Frühjahrsauftritt.
Frühjahrslicht unter dem späteren Blätterdach
Ein Platz im Halbschatten oder Schatten, unter laubabwerfenden Gehölzen oder an deren Rand, passt zum Bastard-Buschwindröschen. Die noch lichten Baumkronen lassen im Frühjahr Licht durch; mit dem Laubaustrieb wird es darunter schattiger. Humusreiche, durchlässige Erde ist eine gute Grundlage.
Auch ein trockenes Gehölzbeet kommt infrage – mit Blick auf den Jahresrhythmus. Während der sommerlichen Ruhe verträgt die Pflanze trockenere Verhältnisse. Beim Austrieb und während der Blüte braucht sie dagegen ausreichend Bodenfeuchte. Prüfe bei längerer Frühjahrstrockenheit die Erde und wässere bei Bedarf.
Kurze Ausläufer, aber keine ganzjährig grüne Decke
Die Staude lässt sich einzeln oder in kleinen Gruppen setzen. Über kurze Ausläufer breitet sie sich am Pflanzplatz aus. Diese unterirdischen Sprosse heißen Rhizome; aus ihnen entwickeln sich weitere Triebe.
Am Gehölzrand können so kleine Frühlingsbestände entstehen. Nach der Blüte zieht das Laub jedoch ein: Wo im Frühjahr Blätter und Blüten standen, kann im Sommer eine Lücke sichtbar werden. Plane die Staude deshalb als frühen Akzent und nicht als dauerhaft grüne Bodendecke.
Nach der Blüte übernimmt die Sommerruhe
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die Blätter nach der Blüte in Ruhe einziehen, statt sie noch grün abzuschneiden. Dass die oberirdischen Teile verschwinden, gehört zum Jahresrhythmus dieser Staude.
Das Bastard-Buschwindröschen besitzt eine sehr gute Winterhärte. Eine regelmäßige Teilung zur Verjüngung ist nicht erforderlich.
Häufige Fragen zu Anemone × lipsiensis
Wann kann ich das Bastard-Buschwindröschen vermehren?
Warte bis zum Frühsommer, wenn das Laub eingezogen ist. Dann lassen sich die Rhizome teilen, um weitere Pflanzen zu gewinnen.
