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Pflanzenwissen

Angelica dahurica: weiße Dolden über kräftigem Laub

Weiße Dolden über großen grünen Blättern machen Angelica dahurica im Juli und August zu einem auffälligen Beetpartner. Die etwa 150 cm hohe Pflanze braucht Platz, Sonne und frische bis feuchte Erde. Wer ihr diese Bedingungen bieten kann, erhält einen kräftigen Sommerakzent – sollte aber auch die nächste Pflanzengeneration mitdenken.

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Viele kleine Blüten bilden große Dolden

Viele kleine weiße Blüten stehen in großen, zusammengesetzten Dolden zusammen. Unter den Blütenständen entfalten sich große, mehrfach gefiederte Blätter. Sie wirken trotz ihrer Größe gegliedert, weil die Blattfläche in viele einzelne Abschnitte geteilt ist.

Die Art stammt aus Sibirien und Ostasien. Zwischen niedrigeren Pflanzen lässt sich ihre hohe Gestalt als Akzent einsetzen. Plane ungefähr eine Pflanze je Quadratmeter ein und lass den Nachbarn ausreichend Raum. Die Pflanzdichte ist eine Planungshilfe, keine exakte Angabe der Wuchsbreite.

Viel Laub braucht verlässliche Bodenfeuchte

Wähle einen sonnigen Standort mit frischem bis feuchtem Boden. Frisch bedeutet hier, dass die Erde ausreichend Feuchtigkeit hält, ohne ständig nass zu sein. Die Art entwickelt viel Blattmasse und ist auf eine gute Wasserversorgung angewiesen.

Gieße bei ausgeprägter Trockenheit zusätzlich, wenn die Bodenfeuchte nicht ausreicht. Prüfe besonders nach dem Pflanzen auch den Wurzelballen. Ein im Sommer regelmäßig austrocknendes Beet, das sich kaum bewässern lässt, passt schlecht zu dieser Engelwurz.

Nach der Blüte kann ein Pflanzenleben enden

Angelica dahurica wächst zwei- bis mehrjährig und kann nach der Blüte absterben. Rechne deshalb mit einer eher kurzlebigen Pflanze, deren Bestand sich durch Samen erneuern kann.

Die Art gilt als frosthart, doch Frosthärte und Lebensdauer sind zwei verschiedene Eigenschaften. Wenn eine ältere Pflanze nach der Blüte abstirbt, muss das deshalb kein Frostschaden sein.

Samenstände erhalten oder Selbstaussaat begrenzen

Soll sich der Bestand durch Sämlinge erneuern, lasse einige Samenstände ausreifen. Wo und wie viele Jungpflanzen auflaufen, hängt von den Bedingungen ab. Neue Sämlinge sind deshalb eine Möglichkeit, keine verlässliche Ersatzpflanzung für jeden alten Stock.

Möchtest du keine Selbstaussaat, entferne die Samenstände vor der Samenreife. Dieser Schnitt begrenzt den Nachwuchs; er dient nicht dazu, eine weitere Blüte auszulösen.

Beim Schneiden Haut vor Pflanzenkontakt schützen

Angelica dahurica enthält Furanocumarine. Diese Stoffe können die Haut empfindlicher gegen UVA-Licht machen und im Zusammenspiel mit Sonnenlicht Entzündungen auslösen. Vermeide deshalb direkten Pflanzenkontakt, besonders an sonnigen Tagen.

Trage bei Pflegearbeiten Handschuhe und lange Ärmel und schütze die Augen vor Pflanzensaft. Die Verwendung als Zierpflanze ist keine Anleitung zur Selbstbehandlung mit Wurzeln oder anderen Pflanzenteilen.

Häufige Fragen zu Angelica dahurica

Warum wird für die Aussaat oft frisches Saatgut empfohlen?

Die Samen können eine Keimruhe entwickeln, die je nach Herkunft unterschiedlich stark ausfällt. Frisch geerntetes Saatgut lässt sich deshalb oft einfacher aussäen. Bei gelagerten Samen kann eine Vorbehandlung nötig sein; halte dich an die Anleitung des Saatgutanbieters. Eine feste Keimdauer für jede Saatgutpartie lässt sich nicht angeben.

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