Aus Rosetten werden silbrige Teppiche
Spatelförmige Blätter bilden bodennahe Rosetten. Sie sind graugrün und filzig behaart, die Unterseite schimmert silbrig. So bleibt das Laub auch außerhalb der Blütezeit reizvoll. Mit den Blütenstängeln erreicht die Art etwa 5–25 cm Höhe.
Über oberirdische Ausläufer entstehen neue Rosetten. Die Wuchsbreite liegt bei 20–30 cm, doch zusammenhängende Bestände können weiterwachsen. Für eine flächige Pflanzung dienen 12 Pflanzen pro Quadratmeter als Richtwert.
Männliche und weibliche Blüten wachsen getrennt
Das Katzenpfötchen gehört zu den Korbblütlern. In jedem seiner ungefüllten Blütenköpfchen sitzen viele winzige Röhrenblüten; mehrere Köpfchen stehen am Stängelende doldenähnlich zusammen.
Zweihäusig heißt hier: Männliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen. Die trockenhäutigen Hüllblätter um die männlichen Köpfchen sind meist weißlich, die um die weiblichen meist rosa bis rötlich. Die Farbe allein verrät das Geschlecht aber nicht sicher, denn auch weibliche Köpfchen können weißlich sein.
Die in Mitteleuropa heimische Art bietet Nektar und wird von Bienen sowie weiteren Insekten besucht.
Ein magerer Sonnenplatz zwischen Steinen
Sonne, trockener Boden und guter Wasserabzug sind die Grundlage. Ein eher nährstoffarmes, kalkarmes Substrat passt zu den natürlichen Standortansprüchen. Im Steingarten kommt das niedrige Laub zwischen Steinen zur Geltung, sofern es nicht von höheren Nachbarn verdeckt wird.
Auch für extensive Dachbegrünungen ist das Katzenpfötchen geeignet, wenn es dort einen sonnigen Platz mit gut durchlässigem Substrat erhält.
Frisch gesetzte Pflanzen können trotz ihrer Vorliebe für trockene Plätze Wasser brauchen. Beim Anwachsen und in Gefäßen den Boden bei Trockenheit prüfen und nach Bedarf wässern. Überschüssiges Wasser muss abfließen können, auch im Winter.
Platz für die niedrigen Rosetten
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Entfernt werden sollten vielmehr Gräser und anderer Aufwuchs, bevor sie die kleinen Rosetten überwachsen. Kräftige Düngergaben passen nicht zum mageren Gartenstandort. In Gefäßen hängt der Nährstoffbedarf vom vorhandenen Substrat ab.
Wer weitere Pflanzen gewinnen möchte, kann das Polster im Frühjahr teilen und die Teilstücke neu pflanzen. Diese Teilung ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine regelmäßig notwendige Verjüngung.
Häufige Fragen zu Antennaria dioica
Brauche ich männliche und weibliche Pflanzen im Garten?
Für den Blütenschmuck nicht: Beide Geschlechter bilden Blüten. Für die geschlechtliche Samenbildung müssen dagegen Pollen von männlichen zu weiblichen Pflanzen gelangen. Ein blühendes Polster allein bedeutet deshalb noch keinen Samenerfolg.
Muss ich den Boden im Steingarten kalken?
Nicht für das Katzenpfötchen: An seinen natürlichen Standorten bevorzugt es kalkarme, eher saure Böden. Auf eine pauschale Kalkgabe lässt sich deshalb verzichten. Entscheidend bleibt, dass das Substrat Wasser gut abführt.
