Im Herbst erscheinen die Blätter, im Sommer verschwinden sie
Die pfeilförmigen Blätter machen den Italienischen Aronstab auch außerhalb der Blütezeit interessant. Ihre helle Zeichnung hebt sich vom dunklen Grün ab. In milden Wintern bleibt das Laub erhalten; starke Kälte kann es dagegen absterben lassen. Eine lückenlos grüne Winterdecke lässt sich deshalb nicht versprechen.
Nach der Frühjahrsblüte zieht das Laub ein. Diese sommerliche Ruhe gehört zur Entwicklung der Art und bedeutet nicht, dass die Pflanze abgestorben ist. Die unterirdischen Speicherorgane bleiben im Boden; im Herbst beginnt der nächste Austrieb. Eine Markierung der Pflanzstelle hilft, sie in der blattlosen Zeit nicht versehentlich auszugraben.
Ein helles Hochblatt umhüllt die kleinen Blüten
Von April bis Mai zeigt Arum italicum seine weißlich-grünen Blütenstände. Der auffällige, tütenartige Teil ist ein Hochblatt, die sogenannte Spatha. Es umgibt einen Kolben, an dessen unterem Abschnitt die eigentlichen, kleinen Blüten sitzen. Wer genauer hinschaut, entdeckt damit einen ganz anderen Aufbau als bei einer offenen Schalenblüte.
Später können dicht stehende Beeren heranreifen, die sich rot bis orangerot färben. Dann ist das Laub häufig schon verschwunden, sodass die Fruchtstände besonders hervortreten. Ihr Schmuckwert ändert nichts an ihrer Giftigkeit.
Frischer Schattenboden für den herbstlichen Blattschmuck
Ein Platz im Halbschatten oder Schatten passt zum Italienischen Aronstab, etwa am Gehölzrand oder unter Sträuchern. Der Boden sollte frisch, humos und durchlässig sein: also Feuchtigkeit halten, ohne dass Wasser dauerhaft stehen bleibt. Bei etwa 40 cm Höhe lässt sich das gezeichnete Laub im vorderen Bereich einer solchen Pflanzung gut wahrnehmen.
Für eine flächige Pflanzung sind 10 Pflanzen je Quadratmeter vorgesehen. Die Sommerlücke gehört dabei zur Planung: Benachbarte Stauden können in dieser Zeit den sichtbaren Teil des Beetes übernehmen, während der Aronstab im Boden ruht.
Den Laubeinzug zulassen und den Bestand im Blick behalten
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Lass das Laub auf natürliche Weise einziehen. Während des Wachstums sollte der Boden nicht dauerhaft austrocknen; zusätzliches Gießen richtet sich nach seiner tatsächlichen Feuchte. Der Laubverlust im Sommer allein ist kein Grund, mehr zu gießen.
Arum italicum kann seinen Bestand über unterirdische Organe und über Samen vergrößern. Wo unerwünschte Sämlinge vermieden werden sollen, lassen sich die Fruchtstände vor der Samenreife entfernen. Dabei Handschuhe tragen. Das begrenzt die Samenverbreitung, hält aber die unterirdische Ausbreitung nicht auf. Ein gelegentlicher Blick auf die Bestandsränder bleibt sinnvoll.
Auch die roten Früchte sind giftig
Blätter, unterirdische Teile und Beeren sind giftig und dürfen nicht gegessen werden. Der Kontakt mit der Pflanze kann zudem Haut und Augen reizen. Bei Arbeiten am Aronstab Handschuhe tragen und direkten Kontakt mit Pflanzensaft vermeiden.
Für Bereiche, in denen kleine Kinder Früchte pflücken oder Haustiere an Pflanzen knabbern, ist dieser Aronstab keine passende Wahl. Sein auffälliger Fruchtstand sollte bei der Platzwahl genauso berücksichtigt werden wie der Blattschmuck.
Häufige Fragen zum Italienischen Aronstab
Wann lässt sich Arum italicum teilen?
Nach der Blüte können die unterirdischen Knollengruppen geteilt werden. Das ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine regelmäßig fällige Verjüngungspflicht. Wegen der reizenden und giftigen Pflanzenteile gehören Handschuhe dazu.
Kann man den Italienischen Aronstab aus Samen ziehen?
Ja. Reife Samen werden im Herbst ausgesät, nachdem das Fruchtfleisch entfernt wurde. Dabei direkten Hautkontakt vermeiden und Handschuhe tragen. Auch reife Beeren bleiben giftig.
