Das helle Adernetz macht die Blätter zum Blickfang
‘Pictum’ wird wegen seiner deutlich gezeichneten Blätter gepflanzt. Die hellen Linien folgen den Adern und heben sich von der dunkelgrünen Blattfläche ab. Zusammen mit der markanten Pfeilform entsteht ein Blattschmuck, der auch ohne Blüten auffällt.
Der Austrieb im Herbst und die sommerliche Ruhe gehören zum Jahresrhythmus dieses Aronstabs. Nach der Blüte zieht das Laub ein; die Pflanze überdauert unterirdisch. Wer ‘Pictum’ ins Beet setzt, plant diese blattlose Zeit mit ein.
Kleine Gruppen am Gehölzrand, Schneeglöckchen als Nachbarn
Für ‘Pictum’ passen sonnige bis halbschattige Plätze mit trockenem bis frischem Boden. Ein humoser, durchlässiger Boden ergänzt diese Standortwahl. Am Gehölzrand lässt sich die Sorte in kleinen Gruppen einsetzen; als Pflanzdichte sind sechs Pflanzen je Quadratmeter vorgesehen.
Schneeglöckchen aus der Gattung Galanthus sind passende Nachbarn. Ihre Blüten ergänzen das gezeichnete Aronstablaub im zeitigen Gartenjahr. Für den Sommer muss die Pflanzung jedoch ohne dieses Laub auskommen. Die dann freie Stelle sollte nicht vorschnell neu bepflanzt werden, denn die ruhenden Knollen bleiben im Boden.
Auf die Frühjahrsblüte folgen rote, giftige Fruchtstände
Die Blütezeit liegt zwischen April und Juni. Die Blütenstände zeigen den typischen Aufbau der Aronstabgewächse: Ein auffälliges Hochblatt umgibt einen Kolben mit kleinen Blüten. Später können rote bis orangerote Fruchtstände die Aufmerksamkeit übernehmen.
Die Beeren sind ebenso giftig wie Blätter und unterirdische Teile. Wo Kinder Früchte pflücken oder Haustiere Pflanzen anknabbern, ist ‘Pictum’ keine geeignete Wahl. Auch beim Schneiden für die Vase gilt Vorsicht: Das Laub lässt sich als Schnittgrün verwenden, doch der Kontakt mit Pflanzensaft kann Haut und Augen reizen. Handschuhe tragen und das Schnittmaterial unerreichbar für Kinder und Haustiere aufstellen.
Das Winterlaub schützen und die Sommerpause zulassen
Ein leichter Winterschutz ist für ‘Pictum’ ratsam. In milden Wintern bleibt das Laub erhalten, starke Kälte kann es dagegen schädigen. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Blätter auf natürliche Weise einziehen.
Ausführlicheres zu Jahresrhythmus, Ausbreitung und allgemeiner Pflege erklärt das Pflanzenporträt zu Arum italicum. Zur Vermehrung lässt sich ‘Pictum’ nach der Blüte teilen; eine regelmäßig fällige Verjüngungspflicht besteht nicht.
Häufige Fragen zu Arum italicum ‘Pictum’
Warum wird ‘Pictum’ auch als ‘Marmoratum’ angeboten?
‘Pictum’ wird als Synonym von Arum italicum subsp. italicum ‘Marmoratum’ geführt. Deshalb begegnen beide Namen bei diesem hell geaderten Aronstab.
Wie lässt sich ‘Pictum’ mit derselben Blattzeichnung vermehren?
Dafür bietet sich die Teilung nach der Blüte an. Sie erhält die Merkmale der Ausgangspflanze. Eine Aussaat ist ebenfalls möglich: Reife Samen im Herbst nach Entfernen des Fruchtfleischs säen. Die gleiche Blattzeichnung ist bei Sämlingen jedoch nicht zugesichert. Bei beiden Arbeiten Handschuhe tragen und direkten Hautkontakt vermeiden.
