Zum Artikel
Frag den Gärtner
← Zurück zum Pflanzenprofil

Pflanzenwissen

Aruncus aethusifolius ‘Woldemar Meier’: rote Stiele unter weißen Rispen

Bei ‘Woldemar Meier’ lohnt sich der Blick unter die Blüten: Rote Stängel und Blütenstiele setzen einen deutlichen Kontrast zum grünen, gefiederten Laub. Darüber stehen weiße, locker überhängende Rispen. Der niedrige Geißbart eignet sich für kleine Gruppen im Halbschatten und behält mit seinen Fruchtständen auch nach der Blüte gestalterischen Wert.

In diesem Artikel

Rote Stiele machen den Unterschied

Die Sorte bildet einen langlebigen Horst. Das Laub erreicht ungefähr 30 Zentimeter, mit den Blüten wird die Pflanze etwa 60 Zentimeter hoch. So lässt sich der Farbkontrast aus roten Stielen, grünen Blättern und weißen Blüten auch im vorderen Bereich einer Pflanzung gut betrachten.

Im Mai und Juni stehen die lockeren Rispen über dem gefiederten Laub. Kleine Gruppen wiederholen dieses Bild, ohne eine große Fläche zu beanspruchen. Als Nachbarn kommen Hainsimsen (Luzula) infrage; die konkrete Art sollte zum selben Standort passen.

Nach den Rispen bleibt eine Silhouette

‘Woldemar Meier’ ist eine weibliche Sorte. Ihre Fruchtstände können bis in den Winter hinein Schmuck bieten. Wer diese Struktur nutzen möchte, lässt die abgeblühten Stiele stehen. Für die Vase lassen sich die Rispen ebenfalls schneiden; die entnommenen Stiele fehlen dann im späteren Beetbild.

Die Blüten eignen sich zudem für eine insektenfreundliche Pflanzung.

Frische Erde trotz Trockenheitsverträglichkeit

Ein halbschattiger Platz mit frischem, mäßig saurem und kalkfreiem Boden passt zu ‘Woldemar Meier’. Die angegebene Trockenheitsverträglichkeit ersetzt keine gleichmäßige Wasserversorgung. Besonders bei Wärme die Bodenfeuchte prüfen und entsprechend gießen; Staunässe vermeiden.

Im Frühjahr genügt zunächst eine dünne Kompostschicht, die in die Erde eingearbeitet wird. Nur bei Bedarf leicht nachdüngen und starke Düngung vermeiden.

Den Winterschmuck beim Rückschnitt berücksichtigen

Alte Triebe werden im späten Winter oder frühen Frühjahr bodennah zurückgeschnitten. Bis dahin können stehen gelassene Stängel die Pflanzung gliedern. Wer Selbstaussaat vermeiden möchte, entfernt die verblühten Blütenstände schon vorher oberhalb des Laubes. Damit entfällt deren späterer Schmuck.

Häufige Fragen zu ‘Woldemar Meier’

Warum wird ‘Woldemar Meier’ auch als Aethusifolius-Hybride bezeichnet?

Die Sorte geht auf eine Kreuzung von Aruncus dioicus und Aruncus aethusifolius zurück. Sie wird sowohl mit dem Zusatz aethusifolius als auch als Aethusifolius-Hybride oder kurz Aruncus ‘Woldemar Meier’ geführt. Entscheidend ist der vollständige Sortenname; Eigenschaften der reinen Art lassen sich nicht pauschal auf die Kreuzung übertragen.

Wann kann ich ‘Woldemar Meier’ teilen?

Zur Vermehrung lässt sich die Sorte im Frühjahr oder Herbst teilen. Die Maßnahme ist dann sinnvoll, wenn zusätzliche Pflanzen gewünscht sind; ein fester jährlicher Teilungsrhythmus ist damit nicht verbunden.

Mehr als ein Pflanzenartikel

Wissen ist der beste Dünger.

Im Pflanzenatlas kannst du Pflanzen vergleichen. Im Blütenkalender stellst du ihre Blütezeiten ohne Konto oder Beetprojekt gegenüber.

Unser Pflanzenatlas

Entdecke 3.673 Pflanzenprofile und filtere nach Standort, Wuchs, Blüte, Farbe, Verwendung, Pflege und Winterhärte.

Pflanzenatlas öffnen →

Blütenkalender

Vergleiche Blütezeiten, kombiniere passende Pflanzen und erkenne Lücken im Jahresverlauf.

Blütenkalender öffnen →
Zur Startseite von Frag den Gärtner →

Mehr zur Pflanze erfahren

Im Pflanzenprofil findest du die vorhandenen Angaben zu Standort, Blütezeit, Wuchs, Verwendung und weiteren Merkmalen.

← Zurück zum Pflanzenprofil