Weiße Köpfe über dem grünen Horst
Weiße Randblüten statt der violetten Artfarbe kennzeichnen ‘Albus’. Jeder aufrechte Blütenstängel trägt einen einzelnen Kopf mit gelber Mitte. Wer im Steingarten mehrere Blütenfarben verbinden möchte, kann kleine Gruppen dieser weißen Sorte dazwischensetzen.
Für die Gartenplanung sind ungefähr 25 Zentimeter Höhe ein Richtwert. Die tatsächliche Entwicklung hängt vom Standort und den Kulturbedingungen ab. Unter den Blütenstängeln bleibt der horstige Wuchs mit grünem Laub sichtbar.
Helle Akzente in kleinen Pflanzgruppen
‘Albus’ passt als Einzelpflanze oder in kleine Tuffs – eng zusammengehörige Pflanzgruppen. Steinanlagen, Felssteppenpflanzungen und niedrige Felsmatten bieten dafür passende Gartenbilder. Zwischen Steinen lässt sich mit wenigen Pflanzen ein heller Akzent setzen.
Die Blüten eignen sich auch für kleine Sträuße. Im Garten kann ‘Albus’ als Bienen- und Schmetterlingsweide eine insektenfreundliche Pflanzung ergänzen.
Viel Sonne und ein magerer Kalkboden
Ein sonniger Platz mit kalkreichem, schwach alkalischem Boden passt zu ‘Albus’. Die Erde soll mager und durchlässig sein, ihre Feuchte trocken bis frisch. Frisch bedeutet mäßig feucht, ohne anhaltende Nässe.
Nach der Pflanzung gut wässern. Bei längerer Trockenheit wird durchdringend gegossen, damit der Wurzelraum leicht feucht bleibt, aber nicht vernässt. Trockenheitsverträglichkeit ersetzt die Wasserversorgung beim Anwachsen nicht.
Für die Nährstoffversorgung reicht auf gewöhnlichem Gartenboden meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Auf sehr sandigem Boden kann eine zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll sein. Daraus wird keine Empfehlung für reichliche Düngung über die ganze Saison: Der Boden soll mager bleiben.
‘Albus’ ist der Winterhärtezone 3 zugeordnet. Das ist eine Einordnung ihrer Frosthärte, keine Garantie für jeden Gartenplatz. Ein guter Wasserabzug bleibt auch im Winter wichtig.
Den Horst teilen und hochgewachsene Triebgründe anfüllen
Alle drei bis fünf Jahre wird der Horst geteilt. Ein möglicher Zeitpunkt liegt direkt nach der Blüte. So lässt sich die Verjüngung mit der Gewinnung weiterer Pflanzen verbinden.
Wenn ältere Triebe am Grund aus dem Pflanzplatz herauswachsen und unten verkahlen, wird dort Erde angefüllt. Gemeint ist der herausgewachsene Triebgrund. Die aufrechten Blütenstängel werden dabei nicht eingegraben.
Ausführlichere Informationen zur allgemeinen Jahrespflege und Vermehrung bietet das Pflanzenporträt zu Aster alpinus.
Häufige Fragen zu Aster alpinus ‘Albus’
Muss ‘Albus’ immer durch Teilung vermehrt werden?
Nein. Alpen-Aster-Sorten werden auch aus Samen gezogen; ihre Nachkommen fallen häufig weitgehend einheitlich aus. Daraus folgt aber keine Garantie für jeden Sämling aus dem eigenen Garten. Wer die vorhandene Pflanze möglichst unverändert weiterführen möchte, wählt die ohnehin regelmäßig anstehende Teilung.
