Eine Foerster-Sorte für die Wochen nach dem Hochsommer
‘Mira’ gehört zu den Auslesen Karl Foersters. Sie wächst horstig: Die Triebe stehen in zusammenhängenden Büscheln, statt einen flachen Teppich zu bilden. Für eine flächige Pflanzung gelten neun Pflanzen pro Quadratmeter als Richtwert.
Die Blütezeit reicht von August bis Oktober. Der reiche Flor sorgt für eine länger anhaltende Wirkung, wobei Beginn und Ende mit Standort und Witterung schwanken.
Die Blüten eignen sich für Sträuße und können Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten. Wer Stiele für die Vase schneidet, kann zugleich einen Teil der blühenden Triebe für die Insekten im Beet lassen.
Nachblüte ist möglich, ein zweiter Vollflor nicht sicher
‘Mira’ kann nachblühen. Ein zweiter, ebenso starker Flor nach einem Rückschnitt ist damit nicht versprochen. Verblühte Köpfe lassen sich bei Bedarf entfernen. Für ein kräftiges Einkürzen des grünen Laubs als gezielten Auslöser einer Nachblüte fehlt dagegen ein belastbarer Sortenbeleg.
Sonnig und kalkreich statt sauer und nass
Für ‘Mira’ passt ein sonniger Platz mit kalkreichem, schwach alkalischem Boden. Trocken bis frisch darf die Erde sein; frisch bedeutet leicht feucht, ohne stauendes Wasser. Gute Durchlässigkeit ist besonders im Winter wichtig.
Die Sorte gilt als trockenheitsverträglich. Trotzdem nach dem Pflanzen gut wässern und bei längerer Trockenheit durchdringend gießen. Der Wurzelraum soll leicht feucht bleiben, ohne zu vernässen.
Mit Frühjahrskompost und Teilung die Horste erhalten
Auf gewöhnlichem Gartenboden reicht meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Auf sehr sandigem Boden kann eine zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll sein.
Etwa alle drei bis fünf Jahre werden die Horste im zeitigen Frühjahr geteilt, um ihre Wuchskraft zu erhalten. Die gute Standfestigkeit macht routinemäßiges Stützen meist entbehrlich; sollten dennoch einzelne Triebe kippen, lässt sich gezielt nachhelfen.
Ausführliche Informationen zur Art und ihrer allgemeinen Pflege bietet das Pflanzenporträt zu Aster amellus.
Häufige Fragen zu Aster amellus ‘Mira’
Passt ‘Mira’ in einen Heidegarten?
Ja, wenn ihr Pflanzplatz sonnig, kalkreich und schwach alkalisch ist. Der Gartenstil allein entscheidet nicht: Ein mit saurer Heideerde angelegter Bereich erfüllt diese Bodenansprüche nicht. Für ‘Mira’ muss der konkrete Pflanzplatz passen.
Ist ‘Mira’ für einen mit Streusalz belasteten Beetrand geeignet?
Aus der allgemeinen Angabe zur Salzverträglichkeit lässt sich das nicht zuverlässig ableiten. Es fehlen sortenspezifische Angaben zur verträglichen Salzmenge und zur Dauer der Belastung. Eine gezielte Empfehlung für streusalzbelastete Beetränder ist deshalb nicht abgesichert.
