Reicher Herbstflor auf standfesten Stielen
‘Veilchenkönigin’ blüht von September bis Oktober. Der reiche Flor sorgt über mehrere Wochen für Farbe; Beginn und Ende schwanken mit Standort und Witterung.
Die Sorte wächst horstig: Ihre Triebe stehen in zusammenhängenden Büscheln über grünem Laub. Als Richtwerte gelten etwa 50–60 cm Höhe und 40 cm Breite. Ihre Blüten können Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten.
Die gute Standfestigkeit macht routinemäßiges Stützen meist entbehrlich. Falls einzelne Triebe dennoch kippen, lässt sich gezielt nachhelfen.
Drei Sterne aus einem mehrjährigen Vergleich
In einem Sortenvergleich von 2003 bis 2006 an vier deutschen Standorten erhielt ‘Veilchenkönigin’ drei Sterne, die Bewertung „ausgezeichnet“. Das 2007 veröffentlichte Ergebnis würdigte ihren Blütenschmuck, die Standfestigkeit und ihre hohe Vitalität. Die Bewertung beschreibt die damalige Versuchsleistung; im Garten bleiben passende Boden- und Lichtverhältnisse entscheidend.
Ein sonniger Kalkplatz mit gutem Wasserabzug
Wähle einen warmen, sonnigen Platz mit durchlässigem, mäßig nährstoffreichem Boden. Kalkhaltige bis kalkreiche, schwach alkalische Erde passt zu ‘Veilchenkönigin’. Trocken bis frisch darf sie sein; frisch bedeutet leicht feucht, ohne Staunässe. Guter Wasserabzug ist auch im Winter wichtig.
Pflanze ‘Veilchenkönigin’ vorzugsweise im Frühjahr und wässere sie danach gut. Sie gilt als trockenheitsverträglich, braucht aber bei längeren Trockenperioden durchdringend Wasser. Der Wurzelraum soll leicht feucht bleiben, ohne zu vernässen.
Auf gewöhnlichem Gartenboden genügt meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Auf sehr sandigem Boden kann zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll sein.
Nach der Herbstblüte schneiden, im Frühjahr verjüngen
Nach Abschluss der Blüte werden die abgeblühten Stängel zurückgeschnitten. Dafür passt ein bodennaher Schnitt im Spätherbst. Einzelne verblühte Köpfe lassen sich schon während der Blüte bei Bedarf entfernen.
‘Veilchenkönigin’ kann nachblühen; diese Eigenschaft heißt remontierend. Daraus folgt jedoch nicht, dass nach dem herbstlichen Rückschnitt noch ein zweiter kräftiger Flor erscheint.
Zur Erhaltung ihrer Wuchskraft die Horste etwa alle drei bis fünf Jahre im zeitigen Frühjahr teilen. Weiterführende Informationen zu Entwicklung und allgemeiner Pflege bietet das Pflanzenporträt zu Aster amellus.
Häufige Fragen zu Aster amellus ‘Veilchenkönigin’
Kann ich ‘Veilchenkönigin’ auch ohne Teilung vermehren?
Ja, im Frühjahr lassen sich Basalstecklinge bewurzeln. Das sind junge Triebe, die dicht an der Pflanzenbasis entstehen. Kräftige, noch nicht blühende Triebe werden nahe am Ansatz abgenommen und in Anzuchtsubstrat bewurzelt. Halte sie gleichmäßig feucht und hell, aber ohne pralle Sonne, damit sie nicht welken. Die Stecklingsvermehrung erhält die Sorteneigenschaften; Sämlinge können dagegen abweichen.
Eignet sich ‘Veilchenkönigin’ für einen mit Streusalz belasteten Beetrand?
Die allgemeine Angabe „salzverträglich“ reicht für eine zuverlässige Empfehlung nicht aus. Es fehlen sortenspezifische Belastungsgrenzen: Welche Salzmenge über welchen Zeitraum vertragen wird, ist damit nicht geklärt. Die Angabe ist deshalb keine Zusage für Streusalzflächen oder salzhaltiges Gießwasser.
