Über dem dunklen Laub öffnen sich größere weiße Blüten
Von September bis Oktober trägt ‘Eastern Star’ zahlreiche weiße Blütenkörbchen mit gelblicher Mitte. Die verzweigten, drahtigen Stängel schimmern dunkelpurpurn bis nahezu schwarz. Zusammen mit dem dunkelgrünen, glänzenden Laub entsteht ein deutlicher Hell-Dunkel-Kontrast. Besonders die unteren Blätter sind herzförmig; weiter oben fallen sie kleiner und eher eiförmig aus.
Gegenüber der Wildart fällt die Sorte durch etwas niedrigeren Wuchs, größere Blüten und dunkleres Laub auf. Sie wächst dennoch nicht wie ein straffer kleiner Busch: Die Triebe neigen sich bogenförmig, zur Blüte auch stärker zur Seite. Mit etwa 50 cm Höhe und 50 cm Breite lässt sie sich als niedrige, locker wirkende Begleitung einplanen.
Eine Auslese aus Rhode Island mit eigenem Gartencharakter
‘Eastern Star’ geht auf eine Auslese aus der Küstenregion von Rhode Island zurück. Sie gehört zur nordamerikanischen Weißen Waldaster und ist keine heimische Wildstaude Deutschlands. Ihre Blüten werden von Bestäubern besucht und ergänzen eine insektenfreundliche Pflanzung.
Bei der Auswahl kommt es darauf an, ob die weich überhängende Form in die Pflanzung passt. Ausführlichere Grundlagen zur Art findest du im Pflanzenporträt zu Aster divaricatus – Weiße Waldaster.
Trockener Schatten ist möglich, etwas Sonne fördert die Blüten
Sonne und Halbschatten passen zu ‘Eastern Star’; als besonders günstige Orientierung für Form und Blüte gelten halbschattige Plätze mit etwa drei Sonnenstunden. Geeignet sind Beete und Gehölzränder, auch eine Pflanzung im Schatten von Gehölzen kommt infrage. Nach dem Einwachsen verträgt die Sorte dort trockenere Bedingungen.
Der Boden darf trocken bis frisch sein, sollte Wasser aber gut ableiten. Trockenheitstoleranz ist kein Versprechen für jeden dunklen, ausgedörrten Gartenwinkel. Wer eine reiche Blüte erwartet, sollte der Pflanze etwas direktes Licht und während des Anwachsens ausreichend Wasser geben.
Acht Pflanzen je Quadratmeter ergeben keine feste Bestandsgrenze
Für eine flächige Pflanzung kannst du mit acht Pflanzen je Quadratmeter planen. Die Wuchsbreite von etwa 50 cm beschreibt die Ausdehnung einer Pflanze; sie ist kein vorgeschriebener Pflanzabstand. In der Gruppe dürfen sich die lockeren Triebe miteinander verbinden.
Mit unterirdischen Sprossen, den Rhizomen, kann sich der Bestand seitlich erweitern. Beobachte deshalb, wie viel Raum am Gehölzrand tatsächlich frei bleibt. Der vergleichsweise niedrige Wuchs bedeutet nicht, dass ‘Eastern Star’ dauerhaft auf einem kleinen Fleck bleibt.
Frühes Kürzen verdichtet den Wuchs, Ausputzen begrenzt Sämlinge
Wenn ein dichterer Wuchs gewünscht ist, können die Triebe im Spätfrühjahr auf eine Resthöhe von 6 Zoll gekürzt werden. Dieser Schnitt ist eine Möglichkeit zur Formgebung, keine Pflicht. Ohne ihn darf die Sorte ihren lockeren, bogenförmigen Wuchs zeigen.
Eine andere Entscheidung betrifft die verblühten Köpfe: Entferne sie vor der Samenbildung, wenn du weniger Sämlinge im Beet möchtest. Dieses Ausputzen dient hier der Begrenzung von Selbstaussaat. Eine direkte zweite Blüte wird damit nicht zugesichert.
Beim Anwachsen wässern und den Horst im Frühjahr erneuern
Nach dem Pflanzen gut wässern; bei längerer Trockenheit durchdringend nachgießen. Der Wurzelraum soll leicht feucht, aber nicht nass sein. Eine feste Gießfrist passt nicht zu wechselnder Witterung und unterschiedlichen Böden.
Auf gewöhnlichem Gartenboden reicht meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Auf sehr sandigem Boden kann eine zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll sein. Zur Erhaltung der Wuchskraft werden die Horste etwa alle drei bis fünf Jahre im zeitigen Frühjahr geteilt. Dabei lassen sich zugleich neue Pflanzen gewinnen.
Häufige Fragen zu ‘Eastern Star’
Ist Eurybia divaricata ‘Eastern Star’ dieselbe Sorte?
Ja. Eurybia divaricata ‘Eastern Star’ ist der heute akzeptierte botanische Name; Aster divaricatus ‘Eastern Star’ wird weiterhin im Handel verwendet. Der andere Gattungsname bezeichnet hier keine andere Sorte.
Bleiben selbst ausgesäte Pflanzen zuverlässig ‘Eastern Star’?
Darauf solltest du dich nicht verlassen: Sämlinge können von der Mutterpflanze abweichen. Wenn du den Sortencharakter erhalten möchtest, vermehre einen eindeutig zugeordneten Bestand durch Teilung.
