Kleine weiße Sterne bilden einen lockeren Blütenschleier
Die zahlreichen Blütenkörbchen tragen weiße Randblüten um eine zunächst gelbliche Mitte, die später rosa bis rötlich wirken kann. Sie stehen in flachen, verzweigten Gruppen an dunklen, teils purpurnen bis fast schwarzen Stängeln. Dieser Kontrast lässt die weißen Blüten gut hervortreten.
Unter den Blüten sitzt grünes Laub. Vor allem die unteren Blätter haben eine herzförmige Basis; weiter oben verändert sich die Blattform. Die Wuchshöhe lässt sich grob mit 50 bis 90 cm einplanen, abhängig von den Bedingungen und der jeweiligen Pflanze. Blühende Stiele eignen sich auch für die Vase.
Eine nordamerikanische Waldstaude für lichte Gartenpartien
Aster divaricatus ist eine ausdauernde Wildart aus dem östlichen Nordamerika. Dort besiedelt sie unter anderem trockene, offene Wälder. Für den Garten erklärt das ihre Eignung für locker bepflanzte Gehölzränder und halbschattige Beete. Sie ist keine heimische Wildstaude Deutschlands.
Die Blüten bieten Insekten Nahrung. So ergänzt die Waldaster das spätsommerliche Blütenangebot am Gehölzrand.
Trockenere Plätze sind möglich, staunasser Lehm ist ungünstig
Geeignet sind Sonne und Halbschatten sowie ein trockener bis frischer, locker-humoser und nährstoffreicher Boden. Die Waldaster verträgt Trockenheit, braucht aber einen durchlässigen Wurzelraum. Ein dauerhaft vernässter, verdichteter Lehmboden passt nicht zu diesen Ansprüchen.
Pflanze so, dass zwischen den Trieben Luft zirkulieren kann. Unter ungünstigen Bedingungen können Mehltau und Welke auftreten; guter Wasserabzug und ausreichender Luftaustausch gehören deshalb zur Standortwahl. Robust bedeutet auch bei dieser Art nicht krankheitsfrei.
Mit 50 cm Breite planen und den Bestand im Blick behalten
Als Planungswert kannst du etwa 50 cm Wuchsbreite ansetzen. Kleine Gruppen bringen den lockeren Blütencharakter gut zur Geltung. Die Pflanze bildet unterirdische Sprosse, sogenannte Rhizome, und kann ihren Platz mit der Zeit erweitern. Die angegebene Breite ist daher keine unveränderliche Grenze.
Zur Erhaltung der Wuchskraft teilst du die Horste etwa alle drei bis fünf Jahre im zeitigen Frühjahr. Wird der Bestand schon vorher zu ausladend, kannst du ihn im Frühjahr durch Teilung begrenzen. Diese bedarfsabhängige Maßnahme ist von der regelmäßigen Verjüngung zu unterscheiden.
Beim Anwachsen wässern, im Frühjahr mit Kompost versorgen
Nach dem Pflanzen gründlich angießen. Bei längerer Trockenheit wässerst du durchdringend, sodass der Wurzelraum leicht feucht, aber nicht nass bleibt. Die Trockenheitsverträglichkeit ersetzt besonders während des Anwachsens keine Wasserversorgung.
Auf gewöhnlichem Gartenboden reicht meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Sehr sandiger Boden kann eine zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll machen. Nährstoffreich heißt dabei nicht, dass ständig nachgedüngt werden muss.
Zwei Schnitttermine mit unterschiedlichem Zweck
Schneide die Pflanze nach der Blüte zurück. Wenn du einen kompakteren Wuchs möchtest, kannst du zusätzlich im Frühsommer die Triebe auf eine Resthöhe von 6 Zoll kürzen. Dieser frühe Schnitt ist optional und dient der Höhenkontrolle.
Eine sichere zweite Blüte lässt sich daraus nicht ableiten. Entscheide nach dem gewünschten Pflanzenbild: Für einen natürlich lockeren Wuchs ist der zusätzliche Frühsommerschnitt keine Pflicht.
Häufige Fragen zur Weißen Waldaster
Sind Aster divaricatus und Eurybia divaricata dieselbe Pflanze?
Ja. Eurybia divaricata ist der heute akzeptierte botanische Name, Aster divaricatus ein älterer Name derselben Art. Im Gartenhandel begegnen dir beide Bezeichnungen.
Kann ich die Weiße Waldaster aus Samen vermehren?
Ja, die Wildart lässt sich aus Samen oder durch Teilung vermehren. Wenn du ohnehin einen eingewachsenen Bestand verjüngen oder begrenzen möchtest, kannst du dafür im Frühjahr Teilstücke gewinnen.
