Dunkle Stängel tragen einen weißen Blütenschleier
Von August bis September stehen die kleinen weißen Blüten über grünem Laub. ‘Tradescant’ wächst dicht und breitbuschig; ihre Triebe können sich seitlich neigen. Gegenüber der Art wirkt sie zarter und kompakter. Dunkle Stängel besitzt allerdings auch die Art – bei ‘Tradescant’ fallen sie besonders ins Auge.
Einzelne Pflanzen oder kleine Gruppen passen an den Gehölzrand und in offene Staudenflächen. Vor einem dunklen Gehölzhintergrund lässt sich der Kontrast besonders gut nutzen. Die Blüten bieten Insekten Nahrung und eignen sich auch für den Schnitt. Die Sorte wird Hans Simon in Deutschland und dem Jahr 1985 zugeordnet.
Niedriger Wuchs braucht trotzdem Platz
Rechne mit etwa 50 cm Wuchsbreite und halte beim Pflanzen mindestens 60 cm Abstand ein. Diese beiden Angaben haben unterschiedliche Aufgaben: Die Breite beschreibt den Wuchs, der Abstand lässt Raum zwischen den Pflanzen. Beides legt keine dauerhafte Ausbreitungsgrenze fest.
‘Tradescant’ kann sich durch unterirdische Triebe seitlich ausbreiten. In einem eng gefassten Beet lohnt es sich deshalb, die Ränder im Blick zu behalten. Wird der Bestand zu breit, lässt er sich im Frühjahr teilen und begrenzen. Gut etablierte Pflanzen sollten ohne solchen Anlass nicht unnötig versetzt werden.
Am Gehölzrand trockenheitsverträglich, beim Anwachsen durstig
Sonne oder Halbschatten und ein lockerer, humoser, nährstoffreicher Boden passen zur Sorte. Überschüssiges Wasser muss abziehen können. Trockenheitsverträglich wird die Waldaster nach dem Anwachsen; frisch gepflanzt braucht sie bei ausbleibendem Regen Wasser. Auch später kann bei anhaltender Trockenheit zusätzliches Gießen nötig sein.
Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst an einem vor starkem Wind geschützten Platz. Auf gewöhnlichem Gartenboden genügt meist eine Kompostgabe im Frühjahr. Auf sehr sandigem Boden kann eine zusätzliche Frühjahrsdüngung sinnvoll sein.
Die Samenstände dürfen den Winter mitgestalten
Mit dem Ende der Blüte muss ‘Tradescant’ nicht sofort abgeschnitten werden. Ihre Samenstände sind dekorativ. Gesunde, ausreichend standfeste Triebe können über Winter bleiben und im Spätwinter vor dem neuen Austrieb bodennah zurückgeschnitten werden.
Soll die Pflanze keine Samen bilden, werden die verblühten Stände vor der Samenreife entfernt. Eine zweite volle Blüte lässt sich damit nicht verlässlich erzielen. ‘Tradescant’ ist winterhart, zieht ihr Laub aber ein; grüne Winterbelaubung ist nicht zu erwarten.
Ausführlicheres zu Herkunft, Entwicklung und allgemeiner Pflege der Art findest du im Pflanzenporträt zu Aster divaricatus. Für ‘Tradescant’ stehen hier ihr zarterer Wuchs, der dunkle Stängelkontrast und die dekorativen Samenstände im Vordergrund.
Häufige Fragen zu Aster divaricatus ‘Tradescant’
Ist Eurybia divaricata ‘Tradescant’ eine andere Sorte?
Nein. Eurybia divaricata ist der heute botanisch akzeptierte Artname; Aster divaricatus ist ein Synonym. Der Sortenname ‘Tradescant’ bleibt dabei bestehen. Beide Kombinationen begegnen dir im Pflanzenhandel.
Wie lässt sich ‘Tradescant’ mit ihren Sortenmerkmalen vermehren?
Durch Teilung im Frühjahr. Die Teilstücke behalten die Eigenschaften der Ausgangspflanze. Bei Sämlingen ist diese Übereinstimmung nicht gesichert; aus selbst gesammeltem Saatgut entstehen deshalb nicht verlässlich identische ‘Tradescant’-Pflanzen. Teilen ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, kein Anlass, eine gut eingewachsene Pflanze regelmäßig umzusetzen.
