Viele kleine Blüten machen aus einem Horst einen hellen Blickfang
Die weißen Blüten mit gelber Mitte sitzen an reich verzweigten Trieben. So entsteht die Wirkung weniger durch eine einzelne große Blüte als durch ihre Vielzahl. Die Hauptblüte liegt zwischen Juli und September; das laufende Entfernen verblühter Triebe kann weitere Blüten bis in den Herbst fördern. Einen festen Termin für das Blühende gibt es deshalb nicht.
Die Schönaster bildet einen kräftigen, horstigen Bestand. Als Orientierung für die Beetplanung eignen sich etwa 80 bis 100 Zentimeter Höhe, wobei der tatsächliche Wuchs abweichen kann. Längliche, gezähnte grüne Blätter begleiten die Blüte. Die Art stammt aus Ostasien und ist bei uns keine heimische Wildstaude.
Einzeln oder in kleinen Gruppen – und einige Triebe für die Vase
Ein einzelner Horst passt ebenso wie eine kleine Gruppe in ein Staudenbeet oder an einen ausreichend hellen Gehölzrand. Für eine flächige Pflanzung kannst du mit vier Pflanzen je Quadratmeter planen. Diese Angabe beschreibt den Pflanzbedarf und ist keine feste Grenze für die spätere Ausdehnung eines Horstes.
Die Blüten bieten Bienen und Schmetterlingen Nahrung. Zugleich lassen sich blühende Triebe für Sträuße schneiden. So verbindet die Schönaster eine lockere Beetwirkung mit einem praktischen Nutzen als Schnittblume.
Sonne oder Halbschatten, aber kein dauerhaft nasser Wurzelraum
Die Schönaster eignet sich für sonnige bis halbschattige Plätze und kommt mit trockenem bis frischem Boden zurecht. Gut passt ein durchlässiger, sandig-lehmiger Gartenboden. Frisch bedeutet gleichmäßig mäßig feucht, nicht dauerhaft nass. Gute Wasserableitung bleibt daher auch dort wichtig, wo der Boden Feuchtigkeit gut hält.
Trockenheitsverträglichkeit ist kein Grund, eine frisch gesetzte Pflanze sich selbst zu überlassen: Nach dem Pflanzen gründlich angießen. Bei längerer Trockenheit durchdringend wässern, sodass der Wurzelraum leicht feucht wird, ohne zu vernässen. Dauernde Nässe kann Wurzelfäule begünstigen.
Triebspitzen, Verblühtes und Herbsttriebe werden unterschiedlich geschnitten
Im Frühsommer kannst du die Triebspitzen pinzieren, also abknipsen oder abschneiden, um das Wachstum anzuregen. Dieser frühe Eingriff ist optional und von der späteren Blütenpflege zu unterscheiden.
Während der Blüte schneidest du verblühte Triebe laufend zurück. Das fördert weitere Blüten und kann die Blütezeit bis in den Herbst verlängern. Es ist eine Unterstützung der Nachblüte, keine Zusage für ununterbrochenen Flor.
Im Spätherbst folgt der bodennahe Rückschnitt. Damit wird der oberirdische Bestand für den Winter zurückgenommen; die mehrjährige Staude treibt im nächsten Frühjahr wieder aus.
Im Frühjahr den Horst teilen oder Wurzelstecklinge nehmen
Eine Teilung im Frühjahr, etwa alle drei Jahre, hilft beim Erneuern und Vermehren des Bestands. Die bewurzelten Teilstücke werden wieder eingepflanzt und gut angegossen.
Eine weitere, optionale Möglichkeit sind Wurzelstecklinge im Frühjahr. Dabei entstehen neue Pflanzen aus Wurzelstücken. Das ist ein anderes Verfahren als das Bewurzeln abgeschnittener Triebe.
Kompost genügt oft – Schnecken können trotzdem auftreten
Eine Kompostgabe im Frühjahr reicht zur Nährstoffversorgung häufig aus. Auf sandigen, nährstoffarmen Böden kann zusätzliche Düngung sinnvoll sein; häufige kräftige Gaben sind keine allgemeine Pflegevorgabe.
Achte besonders auf Schneckenfraß. Auch Mehltau und andere Pilzerkrankungen sind möglich; die Schönaster ist nicht grundsätzlich gegen Krankheiten geschützt. Ein passender Standort und sorgfältiges Wässern gehören deshalb ebenso zur Pflege wie der Schnitt.
Häufige Fragen zur Schönaster
Sind Aster incisa und Kalimeris incisa dieselbe Schönaster?
Im Gartenhandel bezeichnet Aster incisa diese Schönaster, die auch unter Kalimeris incisa angeboten wird. Der botanisch akzeptierte Name lautet Aster incisus. Auch Boltonia incisa gehört zu ihren Synonymen. Die unterschiedlichen Namen meinen hier dieselbe Art, keine verschiedenen Sorten.
Bleibt die Schönaster im Winter grün?
Nein, die Schönaster ist sommergrün. Ihr oberirdischer Bestand stirbt zum Winter ab, während die winterharte Staude ausdauert und im Frühjahr neu austreibt. Sie ist deshalb kein Ersatz für eine immergrüne Beetstruktur.
