Zum Artikel
Frag den Gärtner
← Zurück zum Pflanzenprofil

Pflanzenwissen

Blauer Blütenkranz, dunkle Mitte: Centaurea montana

Die Berg-Flockenblume erinnert an eine Kornblume, bleibt aber als Staude über mehrere Jahre im Garten. Um ihre rötlich-violette Mitte stehen die blauen äußeren Blüten weit auseinander. Nach dem Flor lohnt sich eine Entscheidung: Verblühtes stehen lassen und Sämlinge zulassen – oder zurückschneiden und damit eine Nachblüte fördern.

In diesem Artikel

Kornblumenähnliche Köpfe von Mai bis Juli

Centaurea montana trägt keine einzelne große Blüte, sondern einen Blütenkopf aus vielen kleinen Blüten. Die auffälligen äußeren sind blau und tief eingeschnitten; in der Mitte wirkt der Kopf dunkler. Über dem grünen Laub treten diese lockeren, fransigen Blüten besonders deutlich hervor. Die Hauptblüte fällt in die Monate Mai bis Juli.

Die ausdauernde Art stammt aus Europa und wächst dort unter anderem auf Bergwiesen und in lichten Wäldern. Im Garten erreicht sie ungefähr einen halben Meter Höhe. Ihre Blätter sind auf der Unterseite behaart; im Winter bleibt sie nicht grün. Das ist eine Beetstaude für wiederkehrende Blütenbilder, kein immergrüner Abschluss am Beetrand.

Am hellen Gehölzrand und auf offenen Flächen

Gut passt die Berg-Flockenblume auf offene Flächen und an den hellen Rand von Gehölzen. Sonne ist die erste Wahl, auch Halbschatten kommt infrage. Der Boden sollte durchlässig, relativ nährstoffreich und mäßig sauer sein. Lockerer, humoser Gartenboden bietet dafür eine geeignete Grundlage.

Eingewachsene Pflanzen vertragen trockene bis frische Verhältnisse. Frisch bedeutet hier: Der Boden hält Feuchtigkeit, ohne dauerhaft nass zu sein. Beim Pflanzen und Anwachsen sollte der Boden frisch bleiben. Erst mit dem Einwurzeln gewinnt die Trockenheitsverträglichkeit für die Pflege an Bedeutung; ein frisch gesetzter Wurzelballen darf deshalb nicht austrocknen.

Kleine Gruppen mit Platz für kräftigen Wuchs

Die Berg-Flockenblume bildet wüchsige Horste und eignet sich für einzelne Pflanzen oder kleine Gruppen. Sie kann sich auch über unterirdische Sprosse ausbreiten. Zwischen anderen Stauden lohnt deshalb ein Blick auf die Bestandsränder. Zusätzlich entstehen durch die kräftige Selbstaussaat neue Pflanzen.

In einer naturnahen Pflanzung lässt sich dieser Nachwuchs bewusst zulassen. Wo ein Beet seine klaren Grenzen behalten soll, gehört das rechtzeitige Entfernen verblühter Köpfe zur Pflege. Die Blüten bieten Bienen und Schmetterlingen Nahrung.

Nach dem ersten Flor: weniger Samen, eine Chance auf weitere Blüten

Verblühte Köpfe können schon während der Blütezeit regelmäßig entfernt werden. Nach dem Hauptflor fördert ein Rückschnitt eine erneute Blüte. Dieses Wiederblühen wird auch Remontieren genannt. Es kann später im Jahr, unter günstigen Bedingungen noch bis zum Herbst, einzelne neue Blüten bringen. Ein lückenlos blühender Bestand oder ein zweiter Flor zu einem festen Termin lässt sich damit nicht versprechen.

Soll sich die Berg-Flockenblume nicht aussäen, entfernst du die verblühten Köpfe vor der Samenreife. Für eigenen Nachwuchs bleiben dagegen ausgewählte Köpfe stehen. So lässt sich entscheiden, wo die Pflanze ihren Platz behalten soll und wo neue Sämlinge willkommen sind.

Den jungen Austrieb und nachgebende Stiele im Blick behalten

Gerade der frische Austrieb kann von Schnecken befressen werden. Die Berg-Flockenblume sollte deshalb nicht pauschal als schneckenfest eingeplant werden. Auch Mehltau kann auftreten. Das sind Gründe, die Pflanze bei der Gartenpflege anzusehen, keine Aufforderung zu einer vorsorglichen Behandlung.

Eine Stütze ist bei Bedarf sinnvoll, etwa wenn die Stiele auseinanderfallen. Die winterharte Beetstaude braucht dagegen keinen festen Rhythmus für eine Verjüngungsteilung. Wer weitere Pflanzen gewinnen möchte, kann sie gezielt teilen.

Häufige Fragen zur Berg-Flockenblume

Ist die Berg-Flockenblume dieselbe Pflanze wie die Kornblume?

Nein. Die Kornblume, Centaurea cyanus, ist einjährig. Centaurea montana ist dagegen eine ausdauernde Staude. Die ähnlichen blauen Blüten erklären die Verwechslung, machen die beiden aber nicht zu derselben Art.

Wie lässt sich eine vorhandene Berg-Flockenblume gezielt vermehren?

Durch Teilung im Frühjahr oder Herbst. Das ist eine Möglichkeit, aus einer vorhandenen Pflanze weitere zu gewinnen. Ein notwendiger Verjüngungsrhythmus lässt sich daraus nicht ableiten; eine gut entwickelte Pflanze muss nicht allein nach Kalender geteilt werden.

Mehr als ein Pflanzenartikel

Wissen ist der beste Dünger.

Im Pflanzenatlas kannst du Pflanzen vergleichen. Im Blütenkalender stellst du ihre Blütezeiten ohne Konto oder Beetprojekt gegenüber.

Unser Pflanzenatlas

Entdecke 3.673 Pflanzenprofile und filtere nach Standort, Wuchs, Blüte, Farbe, Verwendung, Pflege und Winterhärte.

Pflanzenatlas öffnen →

Blütenkalender

Vergleiche Blütezeiten, kombiniere passende Pflanzen und erkenne Lücken im Jahresverlauf.

Blütenkalender öffnen →
Zur Startseite von Frag den Gärtner →

Mehr zur Pflanze erfahren

Im Pflanzenprofil findest du die vorhandenen Angaben zu Standort, Blütezeit, Wuchs, Verwendung und weiteren Merkmalen.

← Zurück zum Pflanzenprofil