Aus dunklen Knospen öffnen sich rosa Blüten
Die Blüten erscheinen von Juni bis August. Bevor sie sich öffnen, sitzen sie in auffälligen dunklen, borstigen Knospen. Das Rosa hebt sich vom silbrigen bis graugrünen Laub ab; dessen fein geteilte Blätter geben der Pflanze auch außerhalb der Blüte eine eigene Wirkung.
Centaurea pulcherrima bildet Horste: Ihre Triebe wachsen aus einer gemeinsamen Basis zu einer ausdauernden Pflanze zusammen. Die Art stammt aus dem Nordosten und Osten der Türkei bis in den Kaukasus. Im Winter bleibt ihr Laub nicht grün.
Sonne und trockener Boden zwischen Steinen
Ein sonniger Steingarten, eine Steinanlage oder eine offene Freifläche bieten passende Einsatzorte. Einzelne Pflanzen lassen die Blattform gut erkennen; kleine Gruppen wiederholen den silbrigen Akzent. Mit ihrem niedrigen Wuchs gehört die Silber-Flockenblume eher in den Vordergrund als hinter hohe Nachbarn.
Der Boden sollte trocken bis eher trocken und gut durchlässig sein. Auch nährstoffarme Plätze kommen infrage. Vernässung wird dagegen nicht vertragen: Eine Mulde, in der Wasser lange stehen bleibt, ist deshalb ungeeignet.
Die Staude verträgt Trockenheit und gilt als sehr gut winterhart. Diese Kältetoleranz macht einen nassen Standort jedoch nicht passend. Eine feste Bewässerungsmenge lässt sich aus der Trockenheitsverträglichkeit nicht ableiten.
Ausputzen kann die rosa Blüte verlängern
Regelmäßiges Entfernen verblühter Köpfe kann weitere Blüten anregen und die Blütezeit verlängern. Das ist eine gezielte Pflege der Blütenstände, keine Aufforderung, die ganze Pflanze samt Laub zurückzuschneiden. Ein zweiter Flor zu einem bestimmten Termin ist damit nicht zugesichert.
Die Art kann sich selbst aussäen. Wo kein Nachwuchs erwünscht ist, werden verblühte Köpfe vor der Samenreife entfernt. Wer Sämlinge zulassen möchte, lässt dafür einige Köpfe stehen.
Im Herbst teilen, wenn weitere Pflanzen gebraucht werden
Durch Teilung lässt sich eine vorhandene Silber-Flockenblume gezielt vermehren. Dafür werden im Herbst bewurzelte Teile des Horstes getrennt. Die Maßnahme dient dem Gewinnen weiterer Pflanzen; ein fester Rhythmus zur Verjüngung ist damit nicht verbunden.
Auch die Teilstücke brauchen einen durchlässigen Platz. Dauerhaft feuchte Erde ist für sie ebenso ungeeignet wie für die ungeteilte Pflanze.
Echter und Falscher Mehltau sowie Rost können auftreten. Solche Krankheitsrisiken sprechen dafür, die Blätter bei der Pflege anzusehen. Sie bedeuten weder, dass jede Pflanze erkrankt, noch dass vorsorglich behandelt werden muss.
Eine Frage zum botanischen Namen
Ist Psephellus pulcherrimus dieselbe Pflanze?
Ja. Centaurea pulcherrima ist ein botanisches Synonym von Psephellus pulcherrimus. Beide Namen bezeichnen hier dieselbe Art. Der deutsche Name Silber-Flockenblume allein ist weniger eindeutig; beim Pflanzenkauf hilft deshalb der vollständige botanische Name.
