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Pflanzenwissen

Chamaemelum nobile ‘Treneague’: Duftpolster ohne Blüten

Bei Chamaemelum nobile ‘Treneague’ liegt der Reiz im duftenden, fein gegliederten Laub. Die nicht blühende Sorte der Römischen Kamille bildet niedrige grüne Polster und eignet sich für kleine Kamillenrasen. Diese Flächen brauchen Sonne und sollten nur gelegentlich betreten werden.

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Feines Laub schließt sich zum grünen Teppich

‘Treneague’ wächst mehrjährig, wird etwa fünf bis zehn Zentimeter hoch und erreicht rund 50 Zentimeter Breite. Ausläufer lassen die Polster zusammenwachsen. Ihr Duft wird besonders beim Berühren der Blätter wahrnehmbar.

Die Sorte lässt sich in kleinen Gruppen ebenso wie flächig verwenden. Ihr Schmuck bleibt das Grün: Die weißen Blütenköpfchen der Römischen Kamille fehlen bei ‘Treneague’.

Sonnig und trocken – mit Wasser in langen Trockenphasen

Ein sonniger Platz mit leichtem, durchlässigem, mäßig saurem Boden passt zu ‘Treneague’. Die Sorte verträgt Trockenheit, braucht bei längeren trockenen Phasen aber Wasser. Frisch gepflanzte Polster werden regelmäßig gewässert, bis sie gut eingewurzelt sind.

Ein dauerhaft ausgedörrter, steiniger Boden erschwert die Entwicklung eines dichten Kamillenrasens. Ebenso ungünstig ist schwere Erde, in der sich Wasser staut. Gerade im Winter kann anhaltende Nässe die Pflanzen schädigen.

Zwölf Wochen Ruhe für den neuen Kamillenrasen

Für eine Neuanlage eignet sich das mittlere bis späte Frühjahr. Zuvor wird die Fläche gründlich von Beikraut befreit, einschließlich der Wurzeln ausdauernder Unkräuter. Nach dem Pflanzen gut wässern und die Fläche mindestens zwölf Wochen lang nicht betreten.

Auch danach bleibt die Belastung gering; im ersten Jahr sollte die Fläche so wenig wie möglich betreten werden. Gelegentliche Schritte verträgt ein eingewachsener Bestand, dauernde Laufwege oder häufiges Spielen beanspruchen ihn zu stark. Wo regelmäßig gegangen wird, entlasten Trittsteine die Polster.

Der niedrige Wuchs spart regelmäßiges Mähen

‘Treneague’ braucht keinen regelmäßigen Rasenschnitt. Wirken die Triebe im Spätsommer struppig, können sie mit der Schere leicht gekürzt werden. Beikraut weiterhin von Hand entfernen, damit es die niedrigen Polster nicht überwächst.

Kahle Stellen geben Anlass, den Platz zu prüfen

Kahle Stellen können auf zu viel Trittbelastung, Trockenheit, Staunässe oder zu wenig Licht zurückgehen. Auch kalte oder nasse Winter können Lücken hinterlassen. Vor dem Nachpflanzen lohnt es sich deshalb, die Bedingungen zu prüfen. Zum Schließen der Lücken eignen sich Teilstücke gut entwickelter Polster.

Mehr über die Römische Kamille steht im Artenporträt zu Chamaemelum nobile.

Häufige Fragen zu Chamaemelum nobile ‘Treneague’

Lässt sich ‘Treneague’ aus Samen ziehen?

Nein. Die nicht blühende Sorte wird durch Teilung vermehrt. Dafür können im Frühjahr oder Herbst Stücke eines gut eingewachsenen Polsters aufgenommen und geteilt werden. Die Teilstücke sofort wieder einsetzen und gut angießen. Das ist eine Möglichkeit zur Vermehrung oder zum Schließen von Lücken, keine regelmäßig notwendige Verjüngung.

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