Lange Blütenröhren für Falter und Hummeln
Von Juli bis September trägt der Wirbeldost purpurfarbene Lippenblüten. Viele Einzelblüten stehen dicht beieinander und bilden halbkugelige Gruppen, die wie Quirle um den Stängel wirken. Botanisch heißen sie Scheinquirle. Mehrere solcher Gruppen sitzen in Etagen übereinander; die grünen, eiförmigen Blätter sind behaart.
Durch die langen Blütenröhren erreichen vor allem Schmetterlinge und manche Hummeln den Nektar. Die Blüten bieten ihn also nicht allen Insekten gleich leicht zugänglich an.
Ein Platz am Gehölzrand, der Ausläufern Raum lässt
Sonnige bis halbschattige Freiflächen und Gehölzränder passen zu dieser Staude. Der Boden darf trocken bis frisch sein, sollte Wasser gut abziehen lassen und möglichst kalkhaltig sein. Für eine Gruppenpflanzung sind 9 Pflanzen pro Quadratmeter vorgesehen. Die Winterhärte ist sehr gut.
Mit den Ausläufern wächst eine Gruppe über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus. In einer lockeren Pflanzung lässt sich diese Entwicklung berücksichtigen; für eine dauerhaft eng begrenzte Pflanzstelle bedeutet sie zusätzlichen Kontrollbedarf. Als ortsfesten Einzelhorst sollte man den Wirbeldost deshalb nicht einplanen.
Samen ausreifen lassen oder Verblühtes schneiden
Abgeblühte Stängel werden zurückgeschnitten. Soll sich der Wirbeldost selbst aussäen, bleiben sie zunächst stehen: Geschnitten wird dann erst, nachdem die Samen verbreitet sind. Entscheidend ist diese Entwicklung, nicht ein festes Kalenderdatum.
Wer zusätzliche Pflanzen gewinnen möchte, kann Ausläufer zur Vermehrung teilen. Eine regelmäßige Teilung zur Verjüngung lässt sich daraus nicht ableiten.
Häufige Fragen zum Wirbeldost
Stoppt das Entfernen der Samenstände auch die Ausläufer?
Nein. Samen und unterirdische Ausläufer sind zwei verschiedene Ausbreitungswege. Ein Schnitt vor der Samenverbreitung begrenzt die Selbstaussaat; die bereits vorhandenen Ausläufer werden dadurch nicht entfernt.
