Grünliche Glocken statt kräftiger Blütenfarben
Von Juni bis August erscheinen die glockenförmigen Blüten. Ihre zurückhaltende Farbe lädt dazu ein, die Pflanze aus der Nähe anzusehen. Ein Platz am gut zugänglichen Gehölzrand ist dafür eine passende Möglichkeit.
Die Triebe erreichen etwa 150 bis 200 cm und winden sich an einer Stütze empor. Der horstige Wuchs beschreibt die Basis der Staude; er bedeutet nicht, dass ihre langen Triebe ohne Halt aufrecht stehen. Codonopsis pilosula lässt sich einzeln oder in Gruppen verwenden, jeweils mit einer passenden Klettermöglichkeit.
Sonne funktioniert nur mit ausreichend frischem Boden
Sonnige und halbschattige Plätze sind geeignet, der Boden sollte frisch bleiben: gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt, ohne dauerhaft nass zu sein. Besonders bei sonniger Lage ist eine ausreichende Wasserversorgung während des Wachstums wichtig. Ein trockener Gehölzrand ist deshalb nicht automatisch ein passender Standort.
Den Platz lohnt es sorgfältig auszuwählen. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Störungen an den Wurzeln; häufiges Umsetzen oder routinemäßiges Teilen ist daher keine sinnvolle Standardpflege.
Der junge Klettertrieb braucht Schutz vor Schnecken
Schon beim Austrieb ist Schneckenschutz wichtig, damit die jungen Triebe erhalten bleiben. Kontrolliere die Pflanze frühzeitig auf Fraß und Schnecken. Später übernimmt die Rankhilfe die Führung der wachsenden Triebe.
Die Pflanze ist sehr gut winterhart. Ihr frischer Austrieb kann im Frühjahr dennoch Frostschäden erleiden: Die Winterhärte der ruhenden Staude lässt sich nicht auf ihre jungen Triebe übertragen.
Häufige Fragen zu Codonopsis pilosula
Wie lässt sich die Feinbehaarte Tigerglocke aus Samen ziehen?
Die Samen werden auf die Oberfläche feuchter Aussaaterde gestreut und leicht angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt: Sie brauchen Licht zum Keimen. Bis zum Auflaufen bleibt die Aussaat bei Raumtemperatur; danach wird sie kühler gestellt. Das Substrat während der Keimung nicht austrocknen lassen.
