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Pflanzenwissen

Coreopsis major: Zwei Blätter wirken wie sechs

Bei Coreopsis major lohnt sich der Blick unter die gelben Blüten. Entlang der Stängel scheint das grüne Laub in Sechsergruppen zu stehen – tatsächlich sind es jeweils zwei tief geteilte Blätter. Dieses Mädchenauge verbindet auffälliges Laub mit einer lockeren Sommerblüte und passt in sonnige, naturhafte Staudenpflanzungen.

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Ein Blattstern aus zwei dreigeteilten Blättern

An den unteren und mittleren Stängelabschnitten sitzen sich jeweils zwei Blätter gegenüber. Jedes ist in drei Abschnitte geteilt. Zusammen entsteht der Eindruck, sechs einzelne Blätter würden rings um den Stängel stehen. Weiter oben werden die Blätter kleiner und bleiben ungeteilt.

Von Juli bis September trägt die etwa 80 cm hohe Staude gelbe Blüten. Ihre Stängel verzweigen sich oben und halten die Blütenköpfchen in lockeren Gruppen. So entsteht im Beet ein offeneres Bild als bei einem dichten Blütenpolster.

Frischer Boden ja, stehende Nässe nein

Ein sonniger Platz mit frischem, gut durchlässigem Boden ist eine passende Grundlage. Frisch bedeutet hier: Der Boden hält etwas Feuchtigkeit, überschüssiges Wasser kann aber ablaufen. In nasser, schlecht drainierter Erde droht Fäulnis am Wurzelhals – dort, wo die Triebe aus dem Boden kommen.

Coreopsis major verträgt auch magere und trockenere Böden. Diese Toleranz ist besonders bei eingewachsenen Pflanzen hilfreich; frisch gesetzte Exemplare sollten während trockener Phasen beim Anwachsen mit Wasser unterstützt werden. Eine üppige Nährstoffversorgung ist dagegen kein Vorteil: Auf sehr nährstoffreichem Boden kann der Wuchs auseinanderfallen.

Für eine flächige Pflanzung sind sechs Pflanzen je Quadratmeter ein Richtwert. Später lohnt sich ein Blick auf die Bestandsränder: Unterirdische Sprosse und Selbstaussaat können dafür sorgen, dass die Pflanzung über ihren ursprünglichen Platz hinauswächst.

Verblühtes abschneiden oder Samen zulassen

Wenn sich das Mädchenauge nicht selbst aussäen soll, werden die verblühten Blütenstände vor der Samenreife entfernt. Das Ausputzen kann zugleich weitere Blüten fördern; eine zweite volle Blüte lässt sich damit nicht versprechen.

Wo Nachwuchs willkommen ist, dürfen Samenstände bleiben. Sie können Vögeln Nahrung bieten, während die Blüten Bienen und Schmetterlinge anziehen. Das Stehenlassen erlaubt allerdings auch die Samenreife und damit neue Sämlinge.

Teilen, wenn die Wuchskraft nachlässt

Eine Teilung kann etwa alle zwei bis drei Jahre sinnvoll werden, wenn die Wuchskraft nachlässt. Das ist kein starrer Pflegetermin für jeden Bestand. Entscheidend bleibt, wie sich die Pflanzen entwickeln.

Gelbe Blütengruppen zwischen Gräsern

Mit seinem aufrechten Wuchs eignet sich Coreopsis major für naturhafte Staudenbeete und wiesenartige Pflanzungen. Gräser ergänzen das geteilte Laub mit ihren schmalen Halmen; violette Astern können einen farblichen Gegenpol zu den gelben Blüten bilden. Entscheidend ist, dass die Partner zu Licht und Boden passen.

Zum Winter sterben die oberirdischen Teile der sommergrünen Staude ab. Trockene Stängel und Samenstände können dann noch Struktur im Beet geben.

Häufige Fragen zu Coreopsis major

Ist Anacis major eine andere Pflanze?

Nein. Anacis major ist ein neuerer botanischer Name für die Art, die als Coreopsis major bekannt ist. Beide Namen begegnen dir bei der Suche nach diesem Mädchenauge; der Namenswechsel bezeichnet keine neue Sorte.

Gehört Coreopsis major in eine rein heimische Wildblumenwiese?

Nein. Die Art stammt aus dem östlichen Nordamerika und gehört nicht zur heimischen deutschen Wiesenflora. Für eine naturhafte Zierpflanzung kann sie passen; für eine Wiese mit ausschließlich heimischen Arten ist sie die falsche Wahl.

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