Auf hohen Stängeln sitzen gelbe Blüten mit dunkler Mitte
Die Blütenköpfe erinnern an kleine gelbe Margeriten: Um die braune Mitte stehen leuchtend gelbe Randblüten. Auf den hohen Stängeln heben sie sich über das Laub und prägen die Pflanzung im späteren Sommer.
Das Hohe Mädchenauge stammt aus Nordamerika und gehört zu den Korbblütlern. Es eignet sich für naturnahe Staudenpflanzungen und für den hinteren Bereich eines Beets. Bienen und Schmetterlinge besuchen die Blüten; auch als Schnittblume lässt es sich verwenden.
Drei schmale Blattabschnitte geben den Namen
Viele der grünen Blätter sind in drei schmale Abschnitte geteilt. Darauf bezieht sich der Artname tripteris. Die Pflanze folgt diesem Muster allerdings nicht bei jedem Blatt: Es können auch fünf Teilabschnitte vorkommen, und die oberen Blätter bleiben häufig ungeteilt.
Zum späteren Jahresbild gehört eine Herbstfärbung. Die winterharte Staude ist sommergrün; einen dauerhaft grünen Hintergrund bildet sie nicht.
Sonnig, frisch und mit Platz für hohe Stängel
Ein sonniger Platz mit frischem, humosem und nährstoffreichem Boden ist eine passende Grundlage. Der Boden soll Wasser halten, überschüssige Nässe aber gut abführen. Auch Halbschatten kommt infrage. Dauerhaft vernässter Boden ist ungeeignet.
Rechne bei der Pflanzung mit etwa zwei Pflanzen je Quadratmeter und einer Wuchsbreite von ungefähr 50 Zentimetern. Ein älterer Bestand kann sich darüber hinaus ausdehnen.
Nach dem Pflanzen die Feuchtigkeit im Wurzelbereich beobachten und bei Austrocknung bedarfsgerecht gießen. Eingewachsene Pflanzen vertragen auch Trockenphasen, entwickeln auf frischen Böden aber einen volleren Wuchs.
Auch gut standfeste Triebe können eine Stütze brauchen
Das Hohe Mädchenauge ist gut standfest, doch besonders hohe Triebe können sich neigen. Bei Bedarf werden sie gestützt. Beobachte die Pflanzen deshalb auch dann, wenn der Bestand zunächst aufrecht wächst.
Die Höhe gehört schon zur Platzplanung: Im Beethintergrund kommt sie zur Geltung, unmittelbar vor niedrigen Stauden kann sie deren Wirkung verdecken.
Kurze Ausläufer sind nur ein Weg der Ausbreitung
Coreopsis tripteris bildet kurze Ausläufer und kann sich zusätzlich selbst aussäen. Wer den Bestand begrenzen möchte, behält deshalb sowohl die Ränder als auch neue Sämlinge im Blick.
Wer Selbstaussaat einschränken möchte, entfernt verblühte Köpfe vor der Samenreife. Bleiben Samenstände stehen, können Vögel die Samen nutzen. Dann ist zugleich damit zu rechnen, dass Samen im Garten ausfallen.
Alte Stängel zum Jahresende, Teilung im Frühjahr
Wenn die Stängel zum Jahresende abgestorben sind, werden sie an der Basis abgeschnitten. Wer weitere Pflanzen gewinnen möchte, kann die Staude im zeitigen Frühjahr teilen.
Schneckenschäden sind möglich. Achte auf tatsächlichen Fraß, statt vorsorglich eine Behandlung einzuplanen. Dauerhaft nasser, schlecht durchlässiger Boden kann Fäulnis begünstigen.
Häufige Fragen zum Hohen Mädchenauge
Ist Anacis tripteris eine andere Pflanze?
Nein. Coreopsis tripteris wird auch unter dem botanischen Namen Anacis tripteris geführt. Die beiden Namen bezeichnen hier dieselbe Art. Das erklärt, warum Informationen zum Hohen Mädchenauge unter unterschiedlichen Gattungsnamen zu finden sind.
