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Pflanzenwissen

Blaue Blütensporne im Halbschatten: Corydalis flexuosa

Über fein geteiltem Laub stehen die blauen Blüten von Corydalis flexuosa. Der Lerchensporn aus der chinesischen Provinz Sichuan bringt von April bis Juni Farbe in halbschattige Pflanzungen. Zu seinem Jahreslauf kann allerdings eine Sommerpause gehören: Wo das Laub später verschwindet, muss die Staude nicht verloren sein.

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Blau mit hellem Schlund über feinem Grün

Die schmalen Blüten tragen einen nach hinten verlängerten Sporn; ihre helle Öffnung hebt sich vom Blau ab. Sie stehen in Gruppen über dem grünen, fein gegliederten Laub. So wirkt die Pflanze auch aus der Nähe filigran, statt nur einen geschlossenen Farbfleck zu bilden.

Corydalis flexuosa wächst horstig und erreicht eine Wuchsbreite von 10–50 cm. Für eine flächige Pflanzung sind 10 Pflanzen pro Quadratmeter vorgesehen. Am vorderen Rand eines halbschattigen Beets lässt sich der Blütenbau gut betrachten.

Kühle Wurzeln brauchen Feuchte und Luft

Ein halbschattiger Platz mit humosem, mäßig nährstoffreichem Boden passt zu diesem Lerchensporn. Der Boden soll Feuchtigkeit halten und überschüssiges Wasser zugleich abführen. Ein Platz, der bei Wärme rasch austrocknet, ist ebenso ungünstig wie eine dauerhaft vernässte Stelle.

Prüfe bei trockener Witterung die Bodenfeuchte und gieße nach Bedarf. Auch wenn sich das Laub im Sommer zurückzieht, sollte der Wurzelbereich nicht völlig austrocknen. Im Winter ist dagegen besonders darauf zu achten, dass sich keine Nässe staut. Ein fester Gießrhythmus wird diesen wechselnden Bedingungen nicht gerecht.

Wenn der Lerchensporn im Sommer verschwindet

Das sommergrüne Laub kann bereits im Sommer einziehen, besonders bei Hitze und Trockenheit. Dabei sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab, während die Staude eine Ruhephase einlegt. Ein späterer Austrieb im Herbst oder erst im folgenden Frühjahr ist möglich; er lässt sich für eine einzelne Pflanze aber nicht garantieren.

Merke dir deshalb die Pflanzstelle, etwa mit einem kleinen Schild, bevor das Laub verschwindet. So wird die vermeintliche Lücke nicht versehentlich neu bepflanzt. Für die Gestaltung empfiehlt sich eine Gruppe innerhalb einer vielfältigen Pflanzung: Als durchgehend grüner Bodenteppich lässt sich Corydalis flexuosa nicht verlässlich einplanen.

Laub einziehen lassen, Schneckenspuren beachten

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass das Laub natürlich einziehen, statt die Sommerpause mit einem Schnitt vorwegzunehmen. Schnecken können Schäden verursachen; kontrolliere besonders den frischen Austrieb. Daraus folgt keine vorbeugende Behandlung ohne erkennbaren Anlass.

Wer die Pflanze vermehren möchte, kann einen gewachsenen Horst im Herbst teilen. Das ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine jährlich nötige Pflegemaßnahme. Eine zweite Blüte lässt sich weder durch Teilung noch durch einen pauschalen Rückschnitt versprechen.

Häufige Fragen zu Corydalis flexuosa

Kann ich Corydalis flexuosa aus Samen ziehen?

Ja. Reife Samen können frisch in Gefäße ausgesät und in einem Frühbeet im Freien aufgestellt werden. Die Keimung kann unregelmäßig ausfallen. Eine Aussaat ist deshalb kein Versprechen für einen gleichmäßigen Bestand; eine zuverlässige Selbstaussaat im Garten lässt sich daraus ebenfalls nicht ableiten.

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