Viele kleine Blüten ergeben eine große Wolke
Von Juni bis Juli erscheinen die sehr großen, verzweigten Rispen. Ihre kleinen weißen Blüten duften und bieten Bestäubern Nahrung. Unter diesem feinen Blütenschleier sitzen die großen grünen Blätter – gerade der Gegensatz macht den Charakter der Staude aus.
Crambe cordifolia stammt aus dem Kaukasus und wächst horstig. Als einzelne Pflanze lässt sich ihre Form gut ablesen; die Blütenstände eignen sich auch für den Schnitt.
Einzeln pflanzen und die spätere Breite mitdenken
Als Pflanzrichtwert gilt eine Pflanze pro Quadratmeter. Dieser Wert beschreibt die Pflanzdichte, nicht die garantierte Endbreite. Crambe cordifolia wird sehr ausladend. Rund um den jungen Horst sollte deshalb Raum für den späteren Blattschopf frei bleiben.
Ein Einzelplatz oder der Hintergrund eines großzügigen Staudenbeets lässt Raum für diesen Wuchs. Bei der Platzwahl zählt die ausgewachsene Staude, nicht die Größe des Pflanztopfs.
Sonnig und windgeschützt, mit Wasserabzug im Winter
Volle Sonne und Schutz vor starken Winden sind die Grundlage. Ein tiefgründiger, humoser und durchlässiger Gartenboden unterstützt die Entwicklung. Gerade im Winter darf das Wasser im Wurzelbereich nicht stehen bleiben: Der Meerkohl reagiert empfindlich auf Winternässe.
Durchlässig bedeutet dabei nicht, dass der Boden ständig austrocknen soll. Im ersten Sommer nach der Pflanzung wird die Erde ausreichend feucht gehalten, ohne sie zu vernässen. Der Bedarf richtet sich nach Witterung und Boden; eine starre Gießmenge passt hier nicht.
Herbstschnitt und ein genauer Blick auf Schäden
Im Herbst werden die oberirdischen Teile bis zum Boden zurückgeschnitten. Der Meerkohl ist eine sommergrüne Staude; sein kräftiges Laub bleibt nicht das ganze Jahr als Gartengerüst erhalten.
Schneckenschäden sind möglich; auch Raupen und Kohlhernie können Probleme bereiten. Auffällige Pflanzen sollten gezielt untersucht werden. Eine vorbeugende Behandlung ist damit nicht begründet.
Häufige Fragen zu Crambe cordifolia
Ist Crambe cordifolia dasselbe wie Crambe maritima?
Nein. Beide gehören zur Gattung Crambe, sind aber verschiedene Arten. Bei Pflanzen mit dem deutschen Namen Meerkohl lohnt deshalb der Blick auf den vollständigen botanischen Namen. Angaben zur Nutzung von Crambe maritima lassen sich nicht einfach auf Crambe cordifolia übertragen.
Kann nach dem Umsetzen am alten Platz wieder Meerkohl erscheinen?
Ja. Im Boden verbliebene Wurzelstücke von Crambe cordifolia können erneut austreiben. Ein Standortwechsel beseitigt die Pflanze daher nicht immer vollständig am alten Platz.
