Wurzeln entlang der Triebe statt hoher Stängel
Die in Mitteleuropa heimische Art wird etwa 5–20 cm hoch und wächst flach bodendeckend. Ihre kriechenden Stängel bilden an den Knoten neue Wurzeln. Die Blätter sind einfach gefiedert; von Juli bis September erscheinen kleine weiße Dolden.
Apium repens wird auch unter dem Namen Helosciadium repens geführt. Gemeint ist dieselbe Art, die neben Kriechender Sellerie auch Kriechender Sumpfschirm heißt.
Ein sonniger Platz am feuchten Rand
Im Garten passen sonnige, frische bis feuchte Stellen am Wasserrand oder im Sumpfbeet. Einzeln gepflanzt bleibt der niedrige Wuchs gut sichtbar; auf kleinen offenen Flächen kann sich die Art bodendeckend entwickeln. Sie ist immergrün und besitzt eine sehr gute Winterhärte.
Ein trockener Beetplatz passt nicht zu diesem Feuchtigkeitsbedarf.
Bodendeckend, aber leicht zu überwachsen
Zwischen kräftigen Uferstauden wird der Kriechende Sellerie leicht überwachsen. Offene Bodenstellen müssen deshalb erhalten bleiben. Aufkommenden Konkurrenzbewuchs im Garten behutsam entfernen, damit genügend Licht bis zu den niedrigen Trieben gelangt.
An natürlichen Standorten schaffen wechselnde Wasserstände oder die Nutzung von Flächen solche Lücken. Daraus folgt keine Empfehlung, einen Gartenbestand regelmäßig niederzutreten: Auch zu starke Trittbelastung kann die Art schädigen.
Häufige Fragen zum Kriechenden Sellerie
Kann Apium repens auch unter Wasser wachsen?
Die Art kommt sowohl an Land als auch in Gewässern vor. Daraus lässt sich jedoch keine allgemeingültige Pflanztiefe für den Gartenteich ableiten. Für die Gartenplanung bleibt ein passender, offener Wasserrand oder Sumpfbereich die hier beschriebene Verwendung.
