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Pflanzenwissen

Callitriche palustris: Blattsterne auf dem Wasser, kleine Triebe am Ufer

Callitriche palustris zeigt an der Wasseroberfläche kleine grüne Blattrosetten. Sinkt der Wasserstand, kann der Wasserstern auf nassem Boden eine Landform bilden. Gerade dieses wechselnde Erscheinungsbild macht ihn für flache, geschützte Wasserbereiche interessant. Seine weißen Blüten bleiben dagegen unscheinbar.

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Die Sterne bestehen aus Blättern

Beim heimischen Sumpf-Wasserstern stehen die oberen Blätter so dicht zusammen, dass eine kleine Rosette entsteht. Die grünen Blattsterne fallen im Wasser stärker auf als die Blüten. Untergetauchte Blätter sind schmaler; an der Oberfläche können breitere Schwimmblätter erscheinen.

Die Art ist nicht auf eine einzige Gestalt festgelegt. Je nach Wasserstand wächst sie im Wasser oder als kleine Landform auf nassem Untergrund. Eine solche Landform ist keine Pflanze für trockene Beete: Der passende Platz bleibt dauerhaft feucht bis nass.

Die Blüten bleiben hinter dem Blattmuster zurück

Im Juni und Juli erscheinen die weißen Blüten. Sie sind winzig und stark reduziert; ein auffälliger weißer Blütenteppich entsteht nicht. Das grüne Blattmuster prägt den Wasserstern viel stärker.

Flaches Wasser und nasser Uferboden passen zusammen

Geeignet sind geschützte flache Wasserbereiche in Sonne bis Halbschatten. Ebenso kommen dauerhaft nasse Stellen am Wasserrand infrage. Der Wasserstern kann untergetaucht wachsen; ein trockener Randstreifen erfüllt seine Ansprüche dagegen nicht.

In der Natur besiedelt die Art flache stehende Gewässer und Böden, die nach sinkendem Wasserstand noch nass bleiben. Oft sind diese Plätze kalk- und nährstoffarm. Ein reich gedüngter Standort ist deshalb kein naheliegendes Vorbild für die Kultur.

Vier Zentimeter Höhe sind keine Pflanztiefe

Die Wuchshöhe von etwa 4 cm beschreibt die niedrige Erscheinung des Wassersterns. Sie sagt nicht, wie tief ein Topf unter Wasser stehen soll. Für eine flächige Pflanzung gelten zehn Pflanzen pro Quadratmeter als Richtwert; auch daraus lässt sich keine zulässige Wassertiefe ableiten.

Beim Einsetzen auf die Lieferform achten: Ein Topf oder Pflanzkorb braucht eine andere Handhabung als Pflanzen ohne Substrat. Eine Tiefenangabe hilft nur, wenn klar ist, von wo bis zur Wasseroberfläche gemessen wird. Die konkrete Angabe zur gelieferten Pflanze prüfen; eine feste Wassertiefe lässt sich aus der Wuchshöhe nicht ableiten.

Begrenzen statt nach Kalender zurückschneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wird der Bestand für den vorgesehenen Platz zu groß, kann er bei Bedarf verkleinert werden. Eine Teilung ist auch zur Vermehrung möglich; sie ist keine jährlich notwendige Verjüngung.

Wichtiger als ein fester Schnitttermin ist der Wasserstand. Bei heißem Wetter kontrollieren, ob der Pflanzplatz noch nass bleibt, und nötigenfalls Wasser ergänzen. Zusätzliche Düngung ist bei Wasserpflanzen normalerweise nicht nötig. Entnommene Pflanzenteile gehören nicht in freie Gewässer.

Häufige Fragen zu Callitriche palustris

Bleibt der Wasserstern das ganze Jahr grün?

Darauf sollte die Planung nicht bauen. Zur Lebensdauer und zum Überwintern liegen unterschiedliche Angaben vor: Für die Art sind einjährige oder kurzlebige Formen beschrieben, während Gartenbeschreibungen auch ausdauernde, immergrüne Bestände nennen. Eine geschlossene grüne Winterdecke lässt sich deshalb nicht zusichern.

Kann ich Callitriche palustris an den Blattsternen sicher erkennen?

Nein. Mehrere Wasserstern-Arten sehen sich sehr ähnlich, und ihre Blätter verändern sich mit den Wuchsbedingungen. Für eine sichere Zuordnung braucht es in der Regel Blüten und Früchte sowie botanische Fachkenntnis. Beim Kauf daher auf die genaue Artbezeichnung achten.

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