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Pflanzenwissen

Comarum palustris: dunkle Blütensterne am nassen Teichrand

Beim Sumpf-Blutauge lohnt der Blick in die Blüte: Die großen dunkelpurpurnen Spitzen gehören zum Kelch, während die eigentlichen Kronblätter deutlich kleiner bleiben. Comarum palustris setzt damit einen ungewöhnlichen Akzent am sonnigen, nassen Ufer – und braucht dort auch Platz für seine kriechenden Triebe.

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Große Kelchblätter geben der Blüte ihre Sternform

Von Juni bis Juli erscheinen die dunkelpurpurnen Blüten über dem grün-blauen Laub. Die großen, zugespitzten Kelchblätter überragen die schmaleren Kronblätter. Diese ungewöhnliche Anordnung macht einen Teil des Reizes aus: Was wie ein Kranz großer Blütenblätter aussieht, ist überwiegend der Kelch.

Mit etwa 30 cm Höhe passt das Sumpf-Blutauge in den vorderen Uferbereich. Seine geteilten Blätter mit gezähnten Rändern bilden einen Gegensatz zu den dunklen Blüten. Die in Deutschland heimische Art bietet mit ihren Blüten auch Bienen Nahrung.

Ein sonniger Sumpfrand hält das Blutauge in seinem Element

Die Pflanze braucht feuchten bis nassen Boden in sonniger Lage. Passend ist die Sumpfzone am Teich oder eine zuverlässig nasse Pflanzfläche. Ein Beet, das nur nach Regen kurz feucht ist und danach austrocknet, erfüllt diesen Standortanspruch nicht.

Ihre natürlichen Lebensräume sind häufig nährstoffarme, saure und kalkarme Nassstandorte. Für eine naturnahe Pflanzung ist ein entsprechender Platz eine gute Orientierung. Eine kräftige Düngung ist hier keine sinnvolle Standardmaßnahme: Zusätzliche Nährstoffe können vor allem konkurrenzstärkere Nachbarpflanzen fördern.

Für eine flächige Pflanzung rechnet man mit sechs Pflanzen je Quadratmeter. Wähle dafür den nassen Randbereich, nicht das tiefe Wasser des Teichs.

Kriechende Rhizome erobern mehr Uferfläche

Das Sumpf-Blutauge wächst mit kriechenden Rhizomen, also waagerechten Sprossen, aus denen neue Triebe entstehen. Dazu kann Selbstaussaat kommen. Ein kleiner Anfangsbestand muss deshalb nicht klein bleiben: Besonders an passenden Uferstellen lohnt es, seine Ausdehnung im Blick zu behalten.

Wo die Pflanzung zu viel Raum einnimmt, lassen sich überschüssige Teile entfernen. Teilen ist im Frühjahr oder Herbst möglich und dient bei Bedarf auch der Vermehrung. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist für die Kultur nicht erforderlich; wichtiger sind der Wasserhaushalt und das Platzangebot.

Häufige Fragen zum Sumpf-Blutauge

Warum heißt das Sumpf-Blutauge auch Comarum palustre oder Potentilla palustris?

Comarum palustre ist die in botanischen Fachquellen verwendete Schreibweise. Potentilla palustris ist ein botanisches Synonym aus der Einordnung bei den Fingerkräutern. Die im Gartenhandel ebenfalls anzutreffende Bezeichnung Comarum palustris meint hier dasselbe Sumpf-Blutauge, keine eigene Sorte.

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