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Pflanzenwissen

Achnatherum calamagrostis ‘Algäu’: größere Rispen, längere Blüte

Die Sorte ‘Algäu’ verstärkt den federleichten Auftritt des Silberährengrases: Ihre Blütenrispen fallen etwas größer aus als bei der Art, und sie blüht länger. Auf gebogenen Halmen schweben sie über dem grünen Blattschopf. Später übernimmt das trockene Gras die Hauptrolle und hält das Beet auch im Winter lebendig.

In diesem Artikel

Silbrige Rispen mit einer langen Zugabe

Der Unterschied zur Wildform liegt vor allem im Blütenflor. Die lockeren Rispen – verzweigte Blütenstände aus vielen kleinen Ährchen – erscheinen im Sommer. Ihr silbriger Schimmer geht später in Stroh- und Brauntöne über. So verändert sich der Horst, ohne seinen weichen Umriss zu verlieren.

Juli und August gehören zur üblichen Blütezeit; je nach Standort und Witterung kann die Saison darüber hinausreichen. Eine durchgehende frische Blüte bis zum Winter ist damit nicht gemeint: Die später noch sichtbaren Rispen sind auch als trockene Blüten- und Samenstände dekorativ.

Ein niedriger Blattschopf trägt die Bögen

Als Orientierung erreicht das Blattwerk etwa 50 Zentimeter, die Blütenhalme rund 70 Zentimeter. Je nach Gartenbedingungen kann ‘Algäu’ höher werden. Der Wuchs bleibt horstig, die Halme neigen sich nach außen. Mit ungefähr 60 bis 80 Zentimetern Pflanzabstand lässt sich dieser Form Raum geben; dicht an schmalen Wegen können die Bögen stören.

Einzelne Horste oder kleine Gruppen passen zwischen Blütenstauden in ein sonniges Beet oder eine lockere Steinanlage. Der Boden darf trocken bis frisch, also mäßig feucht, sein, muss Wasser aber gut abführen. Eine nasse Senke ist kein geeigneter Platz. Neu gesetzte Pflanzen brauchen während des Anwachsens auch bei einem trockenen Standort Wasser.

Nach dem Schnee richten sich die Halme oft wieder auf

‘Algäu’ hat sich mit einer bemerkenswerten Winterstruktur bewährt: Die biegsamen Halme können sich nach Schneelast wieder aufrichten. Das macht die Sorte interessant, wenn im winterlichen Beet noch Formen stehen bleiben sollen. Es ist jedoch keine Garantie gegen jeden Schneebruch. Solange die Rispen ansehnlich sind, lohnt es sich, sie stehen zu lassen.

Für diese Wirkung ist kein dauerhaft grünes Laub nötig. Verlasse dich bei der Planung nicht auf einen grünen Winterhorst; auch die strohfarbenen Halme und Rispen tragen das Bild. Abgestorbenes Material wird im späten Winter oder zeitigen Frühjahr vor dem neuen Austrieb zurückgeschnitten. Bereits frische Triebe bleiben dabei unversehrt.

Die Grundpflege bleibt die des Silberährengrases

Sonne, guter Wasserabzug und ein Rückschnitt des abgestorbenen Materials verbinden ‘Algäu’ mit der Art. Ausführliche Hinweise zum Anwachsen, zur zurückhaltenden Düngung und zur Entwicklung älterer Horste findest du im Pflanzenporträt zu Achnatherum calamagrostis. Die Sorte ergänzt dieses Porträt um ihren größeren Blütenflor und die lange Zierwirkung.

Häufige Fragen zu Achnatherum calamagrostis ‘Algäu’

Wie vermehre ich ‘Algäu’, wenn ich dieselbe Sorte behalten möchte?

Durch Teilung eines vorhandenen Horstes im späten Winter oder frühen Frühjahr. Für die gezielte Weitervermehrung der Sorte ist das der passende Weg. Auflaufende Sämlinge sollten nicht automatisch als sortenechte ‘Algäu’ weitergegeben werden. Unerwünschte Sämlinge lassen sich entfernen.

Kann ‘Algäu’ auch im Kübel wachsen?

Ja, an einem sonnigen Platz mit ausreichend Raum für den ausladenden Horst. Der Kübel braucht freien Wasserabzug. Im Sommer die Feuchtigkeit regelmäßig prüfen: Trockenheitsverträglichkeit im eingewachsenen Beet bedeutet nicht, dass ein Topf ohne Gießen auskommt. Im Winter ist ein geschützter Platz sinnvoll; Staunässe muss auch dort vermieden werden.

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