Die Farbe sitzt im Laub, die Blüte schwebt darüber
Anemanthele lessoniana ist ein ausdauerndes Süßgras aus Neuseeland. Es wächst als lockerer Horst mit schmalen, überhängenden Blättern. Das anfangs grüne Laub färbt sich ab Sommer gelb-orange; der Farbverlauf ist nicht bei jedem Blatt gleich.
Im August und September kommen feine rotbraune Blütenrispen hinzu. Ihre lockere Verzweigung lässt den Horst luftig erscheinen. Die Laubfarbe ist also ein eigener Teil der Wirkung und nicht erst an die Blüte gebunden.
Ein lockerer Horst für den sonnigen Beetrand
Mit etwa 50 cm Höhe lässt sich das Fasanenschwanzgras gut in ein sonniges Staudenbeet oder an dessen Rand einfügen. Als Richtwert für eine flächige Pflanzung gelten fünf Pflanzen pro Quadratmeter. Berücksichtige dabei, dass die Blätter seitlich überhängen und den benachbarten Raum mitprägen.
Vor einem ruhigen Hintergrund kommen die feinen Blätter und Rispen gut zur Geltung. Lass den Blattbögen am Beetrand genügend Raum, damit sie sich frei entfalten können.
Frischer Boden mit freiem Wasserabzug
Wähle einen sonnigen Platz, dessen Boden frisch bleibt. Damit ist ein Wurzelraum gemeint, der Feuchtigkeit bietet, ohne dauerhaft nass zu sein. Überschüssiges Wasser muss abziehen können; eine vernässte Senke eignet sich nicht.
Prüfe bei längerer Trockenheit die Bodenfeuchte und gieße bei Bedarf. Ein mäßig nährstoffreicher Boden genügt; kräftige regelmäßige Düngergaben sind nicht nötig.
Im Frühjahr die alten Blätter auskämmen
Kämme im zeitigen Frühjahr abgestorbene und wintergeschädigte Blätter vorsichtig aus dem Horst. Erhalte dabei die lebenden Blätter. Ein bodennaher Rückschnitt des gesamten Grases gehört nicht zu dieser Pflege.
Das Gras kann einen Teil seines Laubs über den Winter behalten. Gelbe und orange Blätter sind nicht allein wegen ihrer Farbe abgestorben: Diese Töne gehören auch zur normalen jahreszeitlichen Entwicklung.
Wintergrünes Laub macht den Horst nicht unbegrenzt frostfest
In milden Lagen ist die Überwinterung verlässlicher. An kalten, stark exponierten Standorten sind Frostschäden oder Ausfälle möglich. Wähle deshalb möglichst einen geschützten Platz mit gutem Wasserabzug. Eine allgemeine Frostgarantie lässt sich daraus nicht ableiten.
Neue Gräser können auch außerhalb des Beets auftauchen
Anemanthele lessoniana kann sich reichlich selbst aussäen. Das liefert gelegentlich Nachwuchs, bedeutet aber auch zusätzliche Pflege, wenn Sämlinge in Fugen oder zwischen anderen Pflanzen erscheinen.
Um die Aussaat zu begrenzen, entferne die Blütenstände oberhalb des Laubs, bevor die Samen ausfallen. Unerwünschte Sämlinge kannst du früh herausnehmen. Der lebende Blatthorst bleibt dabei erhalten.
Häufige Fragen zu Anemanthele lessoniana
Muss ich das Fasanenschwanzgras regelmäßig teilen?
Eine regelmäßige Teilung zur Verjüngung ist nicht erforderlich. Einzelne Pflanzen können vergleichsweise kurzlebig sein; daraus ergibt sich aber kein festes Teilungs- oder Austauschintervall. Zur Vermehrung kannst du den Horst vom mittleren Frühjahr bis zum Frühsommer teilen. Alternativ ist im Frühjahr eine Aussaat in Gefäßen im Frühbeet möglich.
Ist Stipa arundinacea dieselbe Pflanze?
Ja. Stipa arundinacea ist ein älterer botanischer Name für Anemanthele lessoniana. Die Pflege dieses Fasanenschwanzgrases sollte deshalb nicht ungeprüft von anderen Pflanzen übernommen werden, die ebenfalls als Federgras angeboten werden.
