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Pflanzenwissen

Bouteloua gracilis: Blütenkämme quer zum Halm

Kleine Kämme quer zum Halm: So zeigt sich Moskitogras im Sommer. Seine einseitigen Blütenstände stehen über feinem Laub und bleiben als Fruchtstände lange reizvoll. Das mehrjährige Bouteloua gracilis passt an sonnige, trockene Plätze. Beim Anwachsen braucht es dennoch Wasser; im Winter muss Nässe rasch abziehen.

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Waagerechte Kämme statt einer Blütenwolke

Die Blütenstände von Bouteloua gracilis sitzen einseitig an schlanken Halmen und stehen fast waagerecht ab. Die vielen kleinen Ährchen geben ihnen die kammartige Form. Zur Reife können sich die Stände biegen und an kleine Augenbrauen erinnern. In der Blüte wirken sie rötlich bis bräunlich.

Moskitogras blüht im Juli und August. Anschließend verlängern die Fruchtstände die Zierwirkung. Das schmale Laub bildet darunter einen feinen, ruhigen Hintergrund, vor dem die ungewöhnlichen Querlinien auffallen.

Kleine Horste für einen Platz im Vordergrund

Das Gras stammt aus Nordamerika und prägt dort weite Teile der Kurzgrasprärie. Im Garten bildet es Horste von etwa 20 cm Breite. Für eine flächige Pflanzung rechnet man mit neun Pflanzen je Quadratmeter.

Am vorderen Beetrand oder zwischen Steinen sind die niedrigen Horste und ihre Blütenstände gut zu sehen. Das ist eine gestalterische Möglichkeit für einen sonnigen Platz, keine Pflanzung hinter hohen Nachbarn. Die Halme lassen sich auch schneiden und in Trockenarrangements verwenden. Bleiben sie im Beet, behält es ihren Fruchtschmuck.

Trockener Kalkboden für die kleinen Präriehorste

Ein vollsonniger Platz mit trockenem, kalkreichem und schwach alkalischem Boden passt zu Moskitogras. Besonders wichtig ist ein sehr guter Wasserabzug. So lässt es sich in trockenen Prärie- und Steppenpflanzungen verwenden.

Auch im Heidegarten müssen diese Bodenbedingungen erfüllt sein. Eine Gestaltung mit Heidecharakter bedeutet hier also nicht, Moskitogras in saure, nasse Moorbeeterde zu setzen. Staut sich im Winter Wasser im Wurzelbereich, ist der Platz ungeeignet.

Das wärmeliebende Gras erst im Wachstum verpflanzen

Mit dem Verpflanzen wartet man, bis Bouteloua gracilis bei wärmerem Wetter zu wachsen beginnt. Sichtbarer Austrieb ist dafür hilfreicher als ein starrer früher Kalendertermin.

In der ersten Wachstumsperiode die Wasserversorgung regelmäßig prüfen und bei Trockenheit gießen, besonders während heißer Tage. Die spätere Trockenheitsverträglichkeit ist kein Grund, frisch gesetzte Pflanzen austrocknen zu lassen. Überschüssiges Wasser muss zugleich abziehen können.

Eingewachsenes Moskitogras übersteht trockene Phasen gut. Bei langer Dürre kann es sein Wachstum aber zeitweise einstellen. Es muss also nicht unter jedem Wassermangel unverändert weiterwachsen, um trockenheitsverträglich zu sein.

Erst vor dem Austrieb weichen die alten Halme

Die Fruchtstände geben dem Beet auch nach der Blüte Struktur. Deshalb dürfen die alten Halme über Winter stehen bleiben. Im zeitigen Frühjahr, unmittelbar vor dem Neuaustrieb, wird das überwinterte Material zurückgeschnitten.

Wer einzelne Halme für Sträuße schneidet, nimmt entsprechend etwas von der späteren Zierwirkung im Beet weg.

Weitere Horste durch Teilung oder Frühjahrssaat

Wenn mehr Pflanzen gewünscht sind, lassen sich die Horste von der Mitte des Frühjahrs bis zum frühen Sommer teilen. Das ist eine Möglichkeit zur Vermehrung, keine Pflichtmaßnahme in jedem Jahr.

Für die Aussaat kommen die Samen im Frühjahr in Gefäße in einem Frühbeet. Das Substrat bleibt zur Keimung gleichmäßig feucht. Auch dieser Nachwuchs muss erst einwurzeln, bevor er mit trockenen Phasen zurechtkommt.

Häufige Fragen zu Moskitogras

Warum ist Moskitogras im Frühjahr noch braun, während andere Gräser wachsen?

Bouteloua gracilis ist ein Warmzeitgras: Es beginnt seine aktive Entwicklung erst bei wärmeren Bedingungen. Ein später Austrieb allein beweist daher keinen Winterschaden. Bleibt Wachstum auch bei günstiger Witterung aus, sollten der Zustand der Pflanze und mögliche Vernässung geprüft werden.

Kann sich horstiges Moskitogras trotzdem selbst aussäen?

Ja. Horstiger Wuchs beschreibt, wie sich die vorhandene Pflanze entwickelt; daneben können aus Samen neue Pflanzen entstehen. Die Angabe zur Horstbreite ist deshalb keine Zusicherung, dass außerhalb dieses Bereichs nie Moskitogras erscheint.

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