Das gestreifte Laub bleibt, wenn die Ährchen verblühen
Die schmalen Blätter tragen weiße Ränder und wirken dadurch längs gestreift. Über ihnen bewegen sich die feinen Blütenstände im Wind. Der Blühzeitraum reicht von Mai bis August; die tatsächliche Dauer hängt von Standort und Witterung ab. Die braunen, herzförmigen Gebilde sind Ährchen beziehungsweise später Fruchtstände, nicht einzelne herzförmige Samenkörner.
‘Zitterzebra’ wächst horstig und ist immergrün. Das bedeutet Blattwirkung über die Blütezeit hinaus, aber kein Versprechen, dass jedes Blatt nach dem Winter makellos aussieht. Die Sorte wird Martina Häfner in Deutschland zugeordnet.
Helle Horste für offene Plätze zwischen Steinen
In kleinen Gruppen lässt sich die Blattzeichnung gut zur Geltung bringen. Die Sorte passt in Freiflächen und Steingärten. Vor ruhigem, grünem Laub fällt ihr helles Muster besonders auf; die niedrigen Horste sollten dabei genügend freien Raum behalten.
Als Standort eignen sich sonnige, trockene und durchlässige Plätze mit nicht zu nährstoffreichem Boden. Gute Kulturerfahrungen gibt es auch an absonniger Stelle, also hell, aber ohne direkte Sonne. Daraus lässt sich keine Empfehlung für tiefen Schatten ableiten.
Ein trockener Standort entbindet während des Anwachsens nicht vom Gießen: In der ersten Wachstumsperiode regelmäßig die Bodenfeuchte prüfen und bei Trockenheit wässern, besonders bei Hitze. Eine kräftige routinemäßige Düngung passt nicht zur Empfehlung eines eher mageren Platzes.
Beim Schneiden den Blattschmuck im Blick behalten
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Alte Blütenstände können im Spätsommer entfernt werden, um neues Wachstum anzuregen. Wer die Ährchen noch schön findet, kann sie zunächst stehen lassen. Frisches Wachstum bedeutet dabei nicht automatisch eine zweite Blüte.
Die Winterhärte ist sehr gut; eine exakte Frostgrenze lässt sich daraus nicht ableiten. Für weiterführende Artinformationen dient das Pflanzenporträt zu Briza media. Die Besonderheiten von ‘Zitterzebra’ – vor allem Blattzeichnung und Vermehrung – bleiben dabei gesondert zu betrachten.
Häufige Fragen zu Briza media ‘Zitterzebra’
Lässt sich ‘Zitterzebra’ wie die Wildart aus Samen ziehen?
Für den Erhalt der Sorte ist vegetative Vermehrung maßgeblich, also Vermehrung aus Pflanzenteilen statt aus Samen. Die Aussaatanleitung für Briza media lässt sich deshalb nicht als zuverlässiger Weg zu gleich gezeichneten ‘Zitterzebra’-Pflanzen übernehmen.
Ist ‘Zitterzebra’ sicher steril?
Nein, eine absolute Sterilität ist damit nicht belegt. Aus Gärtnereikultur liegen lediglich Angaben vor, dass bisher keine Sämlinge gefunden wurden. Diese begrenzte Beobachtung erlaubt keine Garantie für jeden Garten.
