Die Farbe sitzt in den Rispen, nicht im Laub
Die schmalen grünen Blätter bilden einen Horst; darüber hängen die locker verzweigten Blütenrispen leicht über. Der bräunlich-gelbe bis bronzefarbene Eindruck entsteht durch die Blütenstände. Das Laub bleibt grün: ‘Bronzeschleier’ ist kein Gras mit bronzefarbenen Blättern.
Mit ungefähr 100 cm Gesamthöhe lässt sich die Sorte hinter niedrigeren Stauden oder als wiederkehrender Akzent einsetzen. Ihre feinen Rispen lassen dabei den Blick durch die Pflanzung wandern. Für eine Fläche sind vier Pflanzen pro Quadratmeter ein Richtwert; im gemischten Beet zählt auch der Platzbedarf der Nachbarn.
Der Blütenschleier braucht Boden, der frisch bleibt
‘Bronzeschleier’ kommt für sonnige, halbschattige und schattige Plätze infrage. Zur Pflanzung eignen sich besonders Sonne oder Halbschatten auf humosem, durchlässigem Boden mit verlässlicher Feuchtigkeit. Saure Bedingungen werden bevorzugt. Frisch bedeutet hier, dass der Boden nicht regelmäßig austrocknet.
Gerade in der ersten Wachstumsperiode lohnt es sich, die Wasserversorgung regelmäßig zu prüfen. Bei Trockenheit wird gegossen, besonders bei heißem Wetter. Aus der luftigen Erscheinung der Sorte lässt sich keine Eignung für einen dauerhaft trockenen Standort ableiten.
Vor dem neuen Austrieb werden die alten Halme entfernt
Die alten Halme werden im zeitigen Frühjahr bodennah abgeschnitten, bevor neues Wachstum beginnt. Eine Teilung im Frühsommer ist möglich, wenn die Pflanze vermehrt werden soll; sie ist keine jährlich fällige Pflicht.
Rost kann auftreten, ohne dass daraus eine vorbeugende Behandlung folgt. Weitere Grundlagen zu Wuchs, Standort und Pflege stehen im Pflanzenporträt zu Deschampsia cespitosa.
Häufige Fragen zu ‘Bronzeschleier’
Bleibt eine Pflanzung mit ‘Bronzeschleier’ sicher ohne Sämlinge?
Darauf sollte man sich nicht verlassen: Selbstaussaat ist möglich. Wer die Abstände in einer gestalteten Pflanzung erhalten möchte, kontrolliert den Jungwuchs und entfernt unerwünschte Sämlinge. Ein horstiger Wuchs allein bedeutet nicht, dass keine neuen Pflanzen aufgehen.
